Kanzler Merz: Sind in einer "neuen Welt der Großmächte"
ZDF
Kanzler Merz hat in seiner Rede in Davos von einer "neuen Welt der Großmächte" gesprochen. Diese Welt sei kein kuscheliger Ort, aber gestaltbar.
Bundeskanzler Merz hat in seiner Rede in Davos von einer "neuen Welt der Großmächte" gesprochen. Diese Welt sei kein kuscheliger Ort, man könne sie aber gestalten. Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU hat die Europäer aufgerufen, sich schnell auf die veränderten politischen Machtverhältnisse in der Welt einzustellen. Russlands Angriff auf die Ukraine habe eine neue Ära eingeleitet, die aber über diesen Aggressionskrieg hinaus und viel weiter gehe, sagte der Kanzler beim Weltwirtschaftsforum in Davos. China habe es in die Reihen der Großmächte geschafft. Die USA würden in ihrer Vormachtrolle herausgefordert und veränderten ihre Außen- und Sicherheitspolitik drastisch. "Wir sind in eine Zeit der Großmachtpolitik eingetreten", sagte Merz. "Die neue Welt der großen Mächte ist auf Macht, Stärke und - wenn nötig - auch Gewalt ("force") gegründet. Sie ist kein kuscheliger Ort", sagte der Kanzler. Diese Situation sei kein unveränderliches Schicksal, machte der Kanzler deutlich. "Um zu bestehen, müssen wir uns mit einer harschen Realität auseinandersetzen und den Kurs mit klarem Realismus bestimmen." "Dieser Welt sind wir nicht ausgeliefert. Wir können sie gestalten", mahnte der Kanzler. Er rief dazu auf, "auf unsere eigenen Stärken" zu setzen. Man investiere massiv in die eigene Sicherheit, mache die Wirtschaft wettbewerbfähig und man halte in Europa zusammen. "Diese Welt wird uns Härten und Gefahren zumuten. Das spüren Sie und das spüren wir alle." "Für unsere Souveränität werden wir mit Festigkeit eintreten und unsere Nachbarn in Europa können sich auf unsere Solidarität verlassen", erklärte der CDU-Politiker. Merz forderte, "bei allem Frust und Ärger der letzten Monate" die transatlantische Partnerschaft "nicht voreilig abzuschreiben.













