
Homophobe Attacke in Augsburg: Haftstrafen für vier Männer
n-tv
Nach Schlägen und Tritten gegen ein schwules Paar müssen vier Männer für Jahre ins Gefängnis. Einer der Täter hat vor einigen Jahren bereits mit einer tödlichen Gewalttat für Schlagzeilen gesorgt.
Nach Schlägen und Tritten gegen ein schwules Paar müssen vier Männer für Jahre ins Gefängnis. Einer der Täter hat vor einigen Jahren bereits mit einer tödlichen Gewalttat für Schlagzeilen gesorgt.
Augsburg (dpa/lby) - Nach einer homophoben Attacke auf ein schwules Paar in der Augsburger Innenstadt sind vier Männer zu Gefängnisstrafen zwischen drei Jahren und drei Monaten sowie viereinhalb Jahren verurteilt worden. Die heute 23 bis 25 Jahre alten Angeklagten waren nach Ansicht des Augsburger Landgerichts vor einem Jahr auf ein schwules Paar losgegangen. Eine sexuell motivierte Beleidigung führte damals zu einer Auseinandersetzung zwischen den Angeklagten und den Opfern.
Die beiden Männer wurden nachts in der Maximilianstraße, der bekanntesten Feiermeile in Augsburg, durch Schläge und Tritte verletzt und leiden bis heute psychisch unter der Tat. Der Vorsitzende Richter Michael Schneider betonte, dass durch Glück die körperlichen Blessuren nicht so gravierend gewesen seien. Letztlich hätten die Angriffe aber auch tödlich enden können.
Drei der Verurteilten sitzen seit einem Jahr in Untersuchungshaft, der Vierte wurde nach dem Urteil noch im Gerichtssaal festgenommen. Ein fünfter Angeklagter, dem in dem Prozess nur Bedrohung vorgeworfen wurde, wurde freigesprochen.
Der Fall sorgte in Augsburg und darüber hinaus für Schlagzeilen, auch weil einer der Hauptbeschuldigten, der 23-jährige Halid S., 2019 eine tödliche Gewalttat begangen hatte. Im Alter von 17 Jahren hatte er nach einem Streit am Augsburger Königsplatz mit einem einzigen Faustschlag einen 49 Jahre alten Familienvater umgebracht.

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