
Der Iran treibt Zypern in die Nato - die Türkei lehnt ab
n-tv
Der Iran-Krieg macht sich in Europa längst nicht nur an der Tankstelle bemerkbar. Auf einem britischen Militärstützpunkt in Zypern schlägt vergangene Woche eine Shahed-Drohne ein. Der europäische Inselstaat ist alarmiert - und streitet über die ausländische Militärpräsenz und den Schutzschirm der Nato.
Der Iran-Krieg macht sich in Europa längst nicht nur an der Tankstelle bemerkbar. Auf einem britischen Militärstützpunkt in Zypern schlägt vergangene Woche eine Shahed-Drohne ein. Der europäische Inselstaat ist alarmiert - und streitet über die ausländische Militärpräsenz und den Schutzschirm der Nato.
Vergangene Woche Montag erreicht der Nahost-Konflikt Zypern. Eine iranische Drohne schlägt auf der Mittelmeerinsel ein. Sie trifft den britischen Militärstützpunkt Akrotiri. Zwei weitere Drohnen - ebenfalls auf dem Weg Richtung Zypern - werden erfolgreich abgefangen. Ermittlungen ergeben, dass die Drohnen aus dem Libanon abgefeuert wurden. "Höchstwahrscheinlich" sei die Hisbollah-Miliz für die Angriffe verantwortlich, heißt es aus zypriotischen Regierungskreisen.
Niemand kommt zu Schaden. Die Drohne vom Typ Schahed hinterlässt nur geringfügige Schäden, schlägt in einen Hangar ein und hinterlässt ein Loch in der Seitenwand. Dennoch ist Zypern alarmiert. Und mit dem Inselstaat der ganze Rest Europas. Zypern gehört zur EU und hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Für diesen Monat waren Sitzungen von Ministern der jeweiligen Regierungen auf der Insel geplant. Sie sollen entweder verschoben werden oder online stattfinden.
Zum Schutz der Insel entsendete Griechenland unmittelbar nach dem Drohnenangriff zwei Fregatten und vier F16-Kampfjets nach Zypern. Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und Deutschland beteiligen sich ebenfalls. Am Montag traf die deutsche Fregatte "Nordrhein-Westfalen" im Hafen von Limassol ein - das Schiff legt jedoch nur einen Zwischenstopp ein. Die Fregatte ist auf dem Weg zum UN-Libanon-Einsatz im Mittelmeer und macht kurzfristig Halt in Zypern.
Sollte Zypern Hilfe brauchen, werde Deutschland aber zu einem Militäreinsatz bereit sein, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul Anfang der Woche bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Konstantinos Kombos. "Wenn es notwendig ist, und unsere Freunde aus Zypern werden uns mitteilen, wenn dies der Fall ist, ist Deutschland bereit, sich zu engagieren. Aber vorläufig sind wir der Ansicht, dass das Engagement unserer Freunde aus den anderen europäischen Ländern im Mittelmeerraum das ist, was derzeit erforderlich ist."

Der Iran-Krieg macht sich in Europa längst nicht nur an der Tankstelle bemerkbar. Auf einem britischen Militärstützpunkt in Zypern schlägt vergangene Woche eine Shahed-Drohne ein. Der europäische Inselstaat ist alarmiert - und streitet über die ausländische Militärpräsenz und den Schutzschirm der Nato.












