
Irans neuer oberster Führer schwört Rache für Kriegsopfer
n-tv
Zum ersten Mal seit seiner Wahl zum Staatsoberhaupt des Irans wendet sich Modschtaba Chamenei an die Bevölkerung. Allerdings zeigt sich der offenbar verletzte Kleriker nicht, seine Botschaft wird vorgelesen. Er ruft die Iraner zur Einigkeit auf - und fordert Vergeltung für die Angriffe.
Zum ersten Mal seit seiner Wahl zum Staatsoberhaupt des Irans wendet sich Modschtaba Chamenei an die Bevölkerung. Allerdings zeigt sich der offenbar verletzte Kleriker nicht, seine Botschaft wird vorgelesen. Er ruft die Iraner zur Einigkeit auf - und fordert Vergeltung für die Angriffe.
Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die von einer Journalistin im Staatsfernsehen verlesen wurde.
"Besonders empfindlich sind wir gegenüber dem Blut unserer Kinder", hieß es in der Rede. Bei einem Angriff am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Dafür waren laut Recherchen von US-Medien die Streitkräfte der USA verantwortlich.
Modschtaba Chamenei betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Verteidigung und forderte das Land zum Zusammenhalt auf. "Auch muss weiterhin der Hebel der Blockierung der Straße von Hormus genutzt werden", sagte der Geistliche laut dem Transkript. "Wir werden vom Feind Entschädigung verlangen", wurde Chamenei junior weiter zitiert. Wenn der Feind sich weigere, werde ihm Eigentum genommen. Sollte dies nicht möglich sein, soll sein Eigentum zerstört werden.
Die Golfstaaten in der Region forderte Chamenei auf, US-Stützpunkte zu schließen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, deren Staaten jedoch für den Krieg gegen den Iran genutzt würden. Die iranischen Streitkräfte hätten dort lediglich auf US-Ziele geschossen. "Wenn es nötig ist, werden wir dies weiterhin tun." Die Golfstaaten müssten ihre Haltung gegenüber den USA klären, forderte Chamenei.













