
DSV-Adler gewinnen Bronze im letzten Moment
n-tv
Im achten und letzten Versuch schiebt sich das deutsche Skisprung-Team noch aufs Olympia-Podium. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Constantin Schmid gewinnen Bronze hinter Österreich und Slowenien. Ein versöhnlicher Abschluss nach schwierigen Tagen in China.
Die deutschen Skispringer haben die olympische Bronzemedaille im Teamwettbewerb gewonnen. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Constantin Schmid mussten sich bei Temperaturen von unter minus 20 Grad in China nur den siegreichen Österreichern und Silbergewinner Slowenien geschlagen geben. Zum Abschluss der Skisprung-Wettkämpfe auf der riesigen Schanzenanlage in Zhangjiakou war es die zweite Medaille für das Team von Bundestrainer Stefan Horngacher. Geiger hatte am Samstag im Einzel von der Großschanze Bronze gewonnen.
Auf die viertplatzierten Norweger hatte Deutschland am Ende den winzigen Vorsprung von umgerechnet nur gut 40 Zentimetern. Für Eisenbichler und Schmid war die Bronzemedaille das erste Edelmetall bei Winterspielen in ihrer Karriere. Vor allem für den 30 Jahre alten Eisenbichler hatte der Erfolg eine zusätzliche spezielle Komponente: 2018 in Pyeongchang war der Siegsdorfer zwar dabei gewesen, wurde für die Mannschaft, die Silber gewann, aber nicht nominiert.
"Ich bin grad durch", sagte er nach dem Bronze-Coup in China in der ARD. "Ich wollte unbedingt diese Scheiß-Medaille. Das vor vier Jahren hat an mir genagt." Mit Sprüngen auf 136 und 139,5 Meter trug er selbst viel dazu bei, seine persönliche Olympia-Rechnung zu begleichen.
