
BVB und Sportchef Sebastian Kehl trennen sich überraschend sofort
n-tv
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und Sebastian Kehl gehen ab sofort getrennte Wege. Diese überraschende Entscheidung hätten die Geschäftsführung des Klubs und der bisherige Sportdirektor "einvernehmlich" getroffen, heißt es.
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und Sebastian Kehl gehen ab sofort getrennte Wege. Diese überraschende Entscheidung hätten die Geschäftsführung des Klubs und der bisherige Sportdirektor "einvernehmlich" getroffen, heißt es.
Sebastian Kehl hatte nochmal kräftig Werbung für seine Arbeit gemacht. Die von ihm maßgeblich zusammengestellte Mannschaft von Borussia Dortmund habe "einen Punkteschnitt von 2,3 pro Spiel" und erledige "in der Liga einen richtig guten Job", sagte er am Samstagabend nach dem turbulenten 3:2 (0:2) gegen den Hamburger SV. Die Fans seien glücklich nach Hause gegangen, fügte er hinzu. Dass dies sein letzter Arbeitstag als Sportdirektor beim BVB sein würde, war da noch nicht abzusehen.
Am Sonntag verkündete der Klub das Aus von Kehl, das "einvernehmlich" und mit sofortiger Wirkung erfolge. Weil die Arbeit des 46-Jährigen oft kritisch gesehen wurde, kommt die Trennung nicht völlig überraschend. Wohl aber der Zeitpunkt der Demission. Zumal Kehl längst mit den Planungen für die neue Saison beschäftigt war. Auch in den zähen Poker über eine Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck, deren Ausgang die gesamte Ausrichtung des Klubs prägt, hatte er eine große Rolle gespielt.
Im Sommer sei "der richtige Zeitpunkt für Veränderungen gekommen", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken: "Damit sich beide Seiten darauf vorbereiten können, haben wir uns einvernehmlich auf eine sofortige Beendigung von Sebastians Tätigkeit verständigt." Kehl habe "enorme Verdienste für unseren Verein, und für sein großes Engagement sind wir ihm sehr dankbar".
Der BVB spielt eine herausragende Bundesliga-Saison, hat aber wegen der Dominanz von Bayern München keine Chance auf den Titel. Im DFB-Pokal und in der Champions League ist Dortmund bereits früh ausgeschieden, insbesondere in der Königsklasse wurde das Team den hohen Erwartungen nicht gerecht.













