
"Umfrage-Schock" für Hamburger Olympia-Bewerbung
n-tv
Die Stimmung vor dem Referendum über Olympische und Paralympische Spiele in der Hansestadt kippt. Die nötige Mehrheit wird laut einer Umfrage aktuell klar verfehlt.
Die Stimmung vor dem Referendum über Olympische und Paralympische Spiele in der Hansestadt kippt. Die nötige Mehrheit wird laut einer Umfrage aktuell klar verfehlt.
"Schock" für Hamburg, Dämpfer für Deutschland: Eine neue Umfrage setzt die Olympia-Planer gehörig unter Druck. Von der viel beschworenen Euphorie im Land kann zum Start des Frühlings der Entscheidungen zumindest in der Hansestadt keine Rede sein. Bei einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR gab es keine Mehrheit für Spiele in Hamburg. 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eine Bewerbung der Metropole im Norden "eher schlecht" bewerten; für "eher gut" stimmten lediglich 41 Prozent.
"Umfrage-Schock für die Olympia-Kampagne", schrieb das "Hamburger Abendblatt" am Mittwoch: "So hat Hamburg keine Chance." Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), dessen Mitglieder am 26. September in Baden-Baden über den deutschen Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) entscheiden, ließ auf SID-Anfrage verlauten: "Wir kommentieren keine Umfragen."
Die Zahlen kommen für die Olympia-Macher jedenfalls zur Unzeit. In den kommenden Wochen finden in Nordrhein-Westfalen (19. April) und Hamburg (31. Mai) die Bürgerbefragungen statt. In der Hansestadt, der von vielen Experten das beste Konzept der deutschen Olympia-Kandidaten nachgesagt wird, wecken die schlechten Werte zudem böse Erinnerungen: 2015 war an der Elbe schon einmal ein Referendum gescheitert.
Damit es diesmal besser läuft, rührt Bürgermeister Peter Tschentscher, der sich zuletzt äußerst optimistisch gezeigt hatte, kräftig die Werbetrommel. Der Start für seine Tour durch alle sieben Hamburger Bezirke war ausgerechnet für Mittwoch in Wandsbek geplant, bis zum 6. Mai will Tschentscher die Bürgerinnen und Bürger seiner Stadt persönlich überzeugen. "Je besser, je breiter das Votum ist, umso überzeugender ist es. Man guckt ja auch von außen auf Hamburg. Es geht ja auch ein bisschen um die Frage der Ehre", hatte der SPD-Politiker kürzlich gesagt.













