
Arbeitgeberchef: ÖPNV-Streik ist Erpressungsversuch
n-tv
In fast allen Bundesländern steht der öffentliche Nahverkehr am Wochenende still. Für Arbeitgeberpräsident Kampeter grenzt das an Erpressung, 48 Stunden seien kein Warnstreik mehr. Er sieht den Gesetzgeber in der Pflicht.
In fast allen Bundesländern steht der öffentliche Nahverkehr am Wochenende still. Für Arbeitgeberpräsident Kampeter grenzt das an Erpressung, 48 Stunden seien kein Warnstreik mehr. Er sieht den Gesetzgeber in der Pflicht.
Nach den bundesweiten Streiks im öffentlichen Nahverkehr hat Arbeitgeberpräsident Steffen Kampeter die Gewerkschaften scharf kritisiert und Änderungen im Streikrecht gefordert. "Dieser Streik ist ein plumper Erpressungsversuch", sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands BDA der "Bild am Sonntag". Am Ende litten vor allem die Menschen, die zur Arbeit fahren.
"Ein Streik von 48 Stunden, der Bus und Bahn lahmlegt, ist kein Warnstreik", sagte Kampeter weiter. "Dass die Gerichte so was dulden, zeigt: Wir brauchen neue Fairness-Regeln im Streik. Der Gesetzgeber ist gefordert." Zugleich forderte er ernsthafte Tarifverhandlungen "statt Eskalation".
Am Freitag und Samstag hatte es mit Ausnahme der Bundesländer Baden-Württemberg und Niedersachsen bundesweit Streiks im öffentlichen Nahverkehr gegeben. Einige Arbeitskämpfe dauerten bis Sonntagmorgen 03.00 Uhr an, danach normalisierte sich der Verkehr wieder. In anderen Verkehrsverbünden wird auch noch den ganzen Sonntag gestreikt.
Zu dem Streik hatte Verdi aufgerufen. Die Gewerkschaft will mit dem Arbeitskampf in der aktuellen Tarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bereits Anfang Februar hatten Beschäftigte vieler Nahverkehrsunternehmen die Arbeit niedergelegt.













