
Abgewählter OB Dieter Reiter äußert sich zu Erkrankung
Süddeutsche Zeitung
Reiter leidet nach eigenen Angaben an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Unmittelbar nach der Wahl habe er sich in Behandlung begeben.
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich zu seiner Erkrankung geäußert. „Leider habe ich in den letzten Wochen und Monaten körperliche Warnsignale ignoriert, Erkrankungen nicht auskuriert“, ließ der SPD-Politiker über eine Sprecherin mitteilen. Unmittelbar nach der Wahl habe er sich in Behandlung begeben. „Das Ergebnis ist nun eine doch ernsthaftere Erkrankung am Herz-Kreislauf-System, die mich neben medikamentöser Behandlung zu längerfristiger Ruhe und Erholung zwingt.“
Reiter hatte sich nach seiner Niederlage in der Stichwahl am Sonntag nur kurz auf der SPD-Wahlparty blicken lassen und dort sein Karriereende angekündigt. Danach hieß es, er sei bis auf Weiteres krankgeschrieben.
Das Oberbürgermeisteramt krachend verloren, im Stadtrat geschwächt: Bei einem ersten Treffen nach der Abwahl von Dieter Reiter sollen viel Wut und Frust geäußert worden sein. Doch dann geht es auch um die Zukunft der SPD in München.
Der designierte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) übernahm daraufhin die Amtsgeschäfte, Wochen vor seinem eigentlichen Amtsantritt am 1. Mai.
Sang- und klanglos will Reiter aber nicht verschwinden. „Selbstverständlich werde ich mich von den Münchnerinnen und Münchnern noch in geeigneter Form verabschieden und die Amtsgeschäfte persönlich an meinen Nachfolger übergeben“, kündigte der 67-Jährige nun an.

An diesem Sonntag entscheiden die Wählerinnen und Wähler, wer in den nächsten sechs Jahren als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt lenkt: Amtsinhaber Dieter Reiter oder Herausforderer Dominik Krause. Es könnte die spannendste Stichwahl werden, die München je erlebt hat. Alle Entwicklungen im Live-Blog.












