
„Ich bin so wütend auf uns, weil wir historisch versagt haben“
Die Welt
Die ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Hilflosigkeit des Westens in der Ukraine-Krise beklagt. Man habe nach der Erfahrung vergangener Kriege nichts vorbereitet, um Putin abzuschrecken. Mehr im Liveticker.
Die frühere Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich zutiefst getroffen durch die militärische Eskalation im Ukraine-Konflikt gezeigt. „Ich bin so wütend auf uns, weil wir historisch versagt haben“, schrieb die ehemalige CDU-Chefin am Donnerstag auf Twitter. „Wir haben nach Georgien, Krim und Donbass nichts vorbereitet (...), was Putin wirklich abgeschreckt hätte.“
Kramp-Karrenbauer beklagte, es seien die Lehren der früheren Kanzler Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU) vergessen worden. Sie hätten gewusst, „dass Verhandlungen immer den Vorrang haben, aber man militärisch so stark sein muss, dass Nichtverhandeln für die andere Seite keine Option sein kann.“

Beim Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris sorgt Kanzler Merz mit einem Kurswechsel für Aufsehen: Er schließt eine militärische Rolle Deutschlands zur Absicherung eines Waffenstillstands nicht aus. Macron spricht von Sicherheitsgarantien, Selenskyj von „substanziellen Dokumenten“ – während die USA zögern.












