
„Das kommt dem Ende der Zivilgesellschaft in Belarus gleich“
Die Welt
Der belarussische Blogger Sergej Tichanowskaja wurde zu 18 Jahren Haft verurteilt. Nicht nur der Ehemann der bekannten Oppositionsführerin ist in einer verzweifelten Lage. WELT sprach mit der Vorsitzenden des Jugendrates, Marharyta Vorykhava, 20, über ihre Hoffnung im Exil.
Mehr als ein Jahr ist es her, dass gefälschte Wahlergebnisse in Belarus massive Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko auslösten. Von Anfang an ging das Regime gewaltsam gegen die Demonstrationen vor. Der Blogger Sergej Tichanowski, Ehemann der Oppositionellen Swetlana Tichanowskaja, wurde am Dienstag zu achtzehn Jahren Haft verurteilt, berichten Staatsmedien. Auch verschärfte das Regime sein Vorgehen gegen zivilgesellschaftliche Organisationen. Viele Vereinigungen wurden ohne Vorwarnung aufgelöst, darunter auch der nationale Jugendrat RADA, dessen Vorsitzende Marharyta Vorykhava seither im Exil lebt.
WELT: Im Juli wurden etliche NGOs und zivilrechtliche Organisation vom belarussischen Justizministerium verboten, darunter auch RADA. Kam das für Sie überraschend?

Beim Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris sorgt Kanzler Merz mit einem Kurswechsel für Aufsehen: Er schließt eine militärische Rolle Deutschlands zur Absicherung eines Waffenstillstands nicht aus. Macron spricht von Sicherheitsgarantien, Selenskyj von „substanziellen Dokumenten“ – während die USA zögern.












