Wie deutsche NFL-Fans den Super Bowl erlebt haben
ZDF
American Football ist längst nicht mehr nur ein Phänomen in den USA. Das NFL-Finale, den Super Bowl, wurde auch in Deutschland gespannt verfolgt.
Die Seattle Seahawks haben den Super Bowl gewonnen. Längst ist das Finale der NFL-Saison mehr als nur ein US-Event: Auch in Deutschland verfolgen Millionen Fans American Football. Es ist 00:40 Uhr deutscher Zeit, als Patriots-Kicker Andy Borregales den Ball in den kalifornischen Himmel drischt: Der Super Bowl 2026 läuft. Wer das Sport-Highlight aus Deutschland verfolgen will, braucht an diesem Abend eine Menge Durchhaltevermögen. Denn das Finale der NFL-Saison 2025/26 endet erst in den frühen Morgenstunden. Knapp 700 Football-Fans finden sich am Abend im Münchner Werksviertel für ein Public Viewing des weltweit größten Einzelsportereignisses ein. Es gibt Barbecue, Bier und Livemusik - und für die, die in den frühen Morgenstunden mit der Müdigkeit kämpfen, sogar Kaffee. "Die erste Super-Bowl-Party hier war vor ungefähr 20 Jahren", erinnert sich Christoph Kammerlander, der die Veranstaltung mitorganisiert hat. "Damals gab es noch keinen Hype, es waren nicht einmal 20 Leute da." Binnen rund zehn Jahren hat sich American Football in Deutschland von einer Randsportart zum Massenphänomen entwickelt. Laut Angaben der NFL gibt es 19 Millionen Football-Fans in Deutschland. Eine wachsende Medienpräsenz, eine groß angelegte Europa-Strategie und Erfolge von deutschen Spielern sorgten dafür, dass Deutschland für die NFL zum wichtigsten Markt außerhalb Nordamerikas wurde. Deutlich macht das nicht zuletzt auch, dass seit 2022 jährlich ein reguläres Saisonspiel auf deutschem Boden stattfindet. Im vergangenen Jahr waren die Karten für das Berliner Olympiastadion in kürzester Zeit ausverkauft. Ende 2026 gastiert die NFL, wie schon 2022 und 2024, wieder in München.













