
Wer in diese Klasse will, darf zwei Jahre kein Smartphone besitzen
Süddeutsche Zeitung
Beim Übertritt in die fünfte Klasse bekommen viele Kinder erstmals ein Handy. Wer keines hat, könnte sich ausgeschlossen fühlen, fürchten Eltern. Der Druck ist groß. Ein Gymnasium in München wagt deshalb ein umstrittenes Experiment.
Als Maria Waldingers ältester Sohn im vergangenen Jahr vor dem Wechsel in die fünfte Klasse des Gymnasiums stand, machte sie sich Gedanken: War nun der Zeitpunkt gekommen, ihrem Sohn das erste eigene Smartphone zu kaufen? Wie viele Eltern spürte sie dabei Druck. Eine verbreitete Sorge: Ohne Smartphone könnte das Kind aus der Klasse ausgegrenzt werden und bei Gruppenchats und Online-Aktivitäten außen vor bleiben. „Mein erster Gedanke war, wahrscheinlich muss ich ihm jetzt ein Smartphone besorgen. Aber mein Bauchgefühl sagte mir: Nein, ich will das nicht“, erzählt Maria Waldinger, Professorin für Volkswirtschaftslehre und Mutter zweier Kinder.













