
Von der Leyen verteidigt Zoll-Abkommen mit Trump
n-tv
Ende Juli treffen sich Von der Leyen und Trump, um einen Handelskrieg zwischen der EU und den USA zu verhindern. Das Abkommen wird vielfach kritisiert, da nur die USA zusätzliche Zölle erheben. Nun nennt die Kommissionspräsidentin Gründe das Abkommen und betont zugleich, den Handel mit anderen Partnerländern zu vertiefen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hält den Zoll-Kompromiss mit US-Präsident Donald Trump für notwendig, um einen Handelskrieg zu verhindern. Die Vereinbarung stehe für eine "bewusste Entscheidung - Stabilität und Berechenbarkeit statt Eskalation und Konfrontation", schreibt die EU-Kommissionspräsidentin in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Stellen Sie sich nur einmal vor, die beiden größten Wirtschaftsmächte der demokratischen Welt hätten sich nicht geeinigt und einen Handelskrieg begonnen - gefeiert worden wäre das einzig und allein in Moskau und Peking".
Mit Blick auf die vereinbarten US-Zölle von maximal 15 Prozent schreibt von der Leyen, man habe sich auf einen starken, wenn auch nicht perfekten Deal geeinigt. "Mit Vergeltungszöllen unsererseits würden wir Gefahr laufen, einen teuren Handelskrieg mit negativen Folgen für unsere Beschäftigten, Verbraucher und unsere Industrie zu befeuern."
Die EU-Kommission wurde wegen ihrer Verhandlungsführung kritisiert. Die USA haben bessere Konditionen durchgesetzt, als sie für europäische Unternehmen gelten. Die EU hatte den Deal aber akzeptiert, weil ohne Einigung ab dem 1. August US-Zölle in Höhe von 30 Prozent sowie ein echter Handelskrieg gedroht hätten. Hinzu kam die Sorge, Trump könne im Fall eines verschärften Konflikts neue Drohkulissen aufbauen.
