
Polnischer Ministerpräsident beklagt „Gleichgültigkeit“ gegenüber „Leid der Ukraine“
Die Welt
Am 100. Tag des russischen Angriffskriegs hat Mateusz Morawiecki „Gleichgültigkeit“ gegenüber dem „Völkermord“ in der Ukraine beklagt. Zwar hätte die Ukraine bisher Widerstand gegen die Angriffe geleistet, doch auch Russland verbuche einen partiellen Sieg. Mehr im Liveticker.
Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat dem Rest Europas zum 100. Tag des russischen Angriffskriegs „Gleichgültigkeit“ gegenüber dem „Völkermord“ in der Ukraine vorgeworfen. Fast jeder Fernsehsender der Welt habe die Morde an ukrainischen Zivilisten gezeigt: „Dennoch ist das Leid der Ukraine wie von einer Mauer der Gleichgültigkeit umgeben“, schrieb Morawiecki in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
Kritik übte Morawiecki auch an den Äußerungen des früheren US-Außenministers Henry Kissinger, der in Davos gesagt habe, die Ukraine solle Russland einen Teil ihres Territoriums abtreten und Europa möge eine Verständigung mit Russland suchen. Er habe dabei das Gefühl eines Déjà-vus gehabt. „Der große Realist der amerikanischen Politik wiederholte genau jene Thesen, welche die Polen in den Siebziger- und Achtzigerjahren zu hören bekommen hatten.“













