
Modernisierungsprogramm mit Feuerwehrhäusern von der Stange
n-tv
Das Land will die Feuerwehren im Land mit modernen Gebäuden ausstatten und geht dabei nach eigenen Angaben neue Wege. Mehr Neubauten zu einem geringeren Preis - wie soll das gehen?
Das Land will die Feuerwehren im Land mit modernen Gebäuden ausstatten und geht dabei nach eigenen Angaben neue Wege. Mehr Neubauten zu einem geringeren Preis - wie soll das gehen?
Schwerin (dpa/mv) - Ob als Treffpunkt oder Veranstaltungsort – Feuerwehrhäuser sind gerade in kleinen Orten oft mehr als eine Garage samt Techniklager. Nun sollen 58 Feuerwehren in ganz Mecklenburg-Vorpommern neue Feuerwehrgerätehäuser erhalten, die einem einheitlichen Muster entsprechen. Dies soll Kosten senken sowie Planung und Bau beschleunigen. "Wir können viel mehr Gemeinden unterstützen, weil wir in ein serielles Bauen gehen", erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) das Musterhaus-Konzept.
Landesbrandmeister Hannes Möller sagte: "Mit diesem Projekt des Musterfeuerwehrhauses sind wir mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern Vorreiter." Alle sechs Flächenlandkreise profitieren laut Landesregierung. Das Land hat ein 50 Millionen-Euro-Programm für moderne Feuerwehrgerätehäuser beschlossen. Davon sollen 35 Millionen in das Musterhausprogramm fließen, ergänzt um weitere 5,5 Millionen Euro Landesfördermittel. Die übrigen 15 Millionen Euro aus dem Programm sind unter anderem für Sanierungen, Erweiterungen und kleinere Neubauten gedacht.
Der Bau der ersten Musterfeuerwehrhäuser soll spätestens im letzten Quartal dieses Jahres starten. Planer Wotan Drescher geht nach eigener Aussage davon aus, dass Mitte nächsten Jahres die ersten Gebäude übergeben werden können. Nach einer Anlaufphase soll demnach alle vier Wochen ein Gerätehaus in den Bau gehen. Die veranschlagte Bauzeit je Haus ohne Außenanlage betrage etwa 200 Tage.
Neben zwei Stellplätzen für Fahrzeuge gehören laut Drescher etwa Umkleiden und ein großer Schulungsraum zu dem Musterhaus. Dieser könne auch "als Gemeindevertreterraum oder mal für einen Skat-Abend genutzt werden, genauso auch als Wärmestube". Auch eine Notstrom-Einspeisung sei vorgesehen. "So dass die Gerätehäuser auch bei einem Stromausfall als Anlaufpunkt in einem Orte dienen können."













