
Gibt es eine Alternative zur Straße von Hormus?
n-tv
Der Iran hat ein wirkungsvolles Druckmittel im Krieg: die Straße von Hormus, eine zentrale Verkehrsader der internationalen Schifffahrt. Doch wie stark ist die Blockade der Mullahs? Und gibt es andere Wege, um Öl und Gas zu transportieren?
Der Iran hat ein wirkungsvolles Druckmittel im Krieg: die Straße von Hormus, eine zentrale Verkehrsader der internationalen Schifffahrt. Doch wie stark ist die Blockade der Mullahs? Und gibt es andere Wege, um Öl und Gas zu transportieren?
Eine Seedrohne trifft den Öltanker, die Explosion reißt ein Loch in den Schiffsrumpf. Bald steigen hohe Flammen auf. Irans Angriff auf die "Safesea Vishnu" vor einigen Tagen ist nur ein Beispiel für die Gefahren, die im laufenden Krieg bei der Lieferung von Öl und Gas aus der Golfregion drohen. Welche Alternativen haben die betroffenen Länder, um ihre Lieferungen möglichst schnell ans Ziel zu bringen? Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Wie ist der Stand bei der Lieferung von Öl und Gas?
Die Lieferungen durch die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit den Weltmeeren verbindet, sind fast komplett zum Erliegen gekommen. 129 Schiffe passieren den Seeweg normalerweise im täglichen Durchschnitt, zuletzt waren es am Tag nur noch eine Handvoll. Mindestens 16 Schiffe wurden laut der britischen Seefahrts-Behörde UKTMO bereits angegriffen.
Für Energie-Schwergewichte wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar hat mit der faktischen Blockade der Straße von Hormus ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen. Sie müssen andere Wege finden, um Kunden zu beliefern und noch größere Umsatzeinbrüche zu verhindern. Saudi-Arabien verschifft eigentlich 80 Prozent seines Rohöls über die Straße von Hormus, die Emirate etwa 65 Prozent. Katar transportiert auf diesem Weg etwa 93 Prozent seines verflüssigten Erdgases (LNG).













