
Trump reagiert mit Trotz auf Absagen von Nato-Partnern
n-tv
Trump und die Nato: Das ist keine Liebesbeziehung. Nach seiner Bitte um Hilfe im Krieg gegen den Iran erhält er viele Absagen von den Bündnispartnern. Darauf reagiert er wütend - und hält Unterstützung plötzlich nicht mehr für nötig.
Trump und die Nato: Das ist keine Liebesbeziehung. Nach seiner Bitte um Hilfe im Krieg gegen den Iran erhält er viele Absagen von den Bündnispartnern. Darauf reagiert er wütend - und hält Unterstützung plötzlich nicht mehr für nötig.
US-Präsident Donald Trump hat sich verärgert gezeigt, weil viele Nato-Partner eine Beteiligung am Krieg gegen den Iran ablehnen. "Die Vereinigten Staaten wurden von den meisten unserer Nato-'Verbündeten' darüber informiert, dass sie sich nicht an unserer Militäroperation gegen das terroristische Regime im Iran im Nahen Osten beteiligen wollen", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Gleichzeitig habe "fast jedes Land unsere Vorgehensweise nachdrücklich befürwortet". Zudem dürfe es dem Iran unter keinen Umständen gestattet werden, Atomwaffen zu besitzen, schreibt Trump weiter. "Ich bin jedoch nicht überrascht über ihr Verhalten, denn ich habe die NATO, für die wir jährlich Hunderte von Milliarden Dollar ausgeben, um genau diese Länder zu schützen, immer als Einbahnstraße betrachtet", heißt es.
Bei einem Termin im Weißen Haus legte Trump kurz danach noch einen drauf: Die Haltung der Verbündeten sei "ziemlich schockierend", sagte er im Oval Office in Washington. "Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler", fügte er hinzu. Der Fall sei ein "Test" für das Bündnis gewesen. Deutschland habe erklärt, nichts mit dem Iran-Krieg zu tun zu haben und sich deshalb nicht beteiligen zu wollen, sagte Trump bei dem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin weiter. Zugleich finde die Bundesregierung aber, die USA und Israel hätten "etwas Großartiges getan", weil sie die iranische Führung ausgeschaltet hätten. Auch den britischen Premierminister Keir Starmer ging Trump an. "Er hat nicht unterstützt, und ich halte das für einen großen Fehler", sagte Trump. "Ich bin von Keir enttäuscht - ich mag ihn, ich halte ihn für einen netten Mann, aber ich bin enttäuscht."
Mehrere Nato-Staaten hatten zuvor Trumps Aufforderung, sich im Krieg gegen den Iran zu beteiligen, abgelehnt. Es geht dabei vor allem darum, den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus zu sichern. Der Iran hat das Gebiet, durch den unter anderem Öl aus der Golfregion exportiert wird, praktisch geschlossen, was die Öl- und Kraftstoffpreise stark steigen ließ. Zudem drohte Teheran, den Wasserweg zu verminen. Es gibt allerdings Zweifel, ob tatsächlich Minen gelegt wurden.













