
Warnstreik: Nahverkehr soll "weitgehend zum Erliegen kommen"
n-tv
96 Stunden Stillstand: In Sachsen-Anhalt sollen ab Donnerstag für vier Tage vielerorts keine Bahnen und Busse fahren. Warum es laut Verdi so weit kommen muss.
96 Stunden Stillstand: In Sachsen-Anhalt sollen ab Donnerstag für vier Tage vielerorts keine Bahnen und Busse fahren. Warum es laut Verdi so weit kommen muss.
Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Die Menschen in weiten Teilen Sachsen-Anhalts müssen sich auf vier Tage Warnstreik im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft bei den Verkehrsbetrieben in Magdeburg, Halle, Dessau und dem Burgenlandkreis zum Ausstand vom 19. bis 22. März auf, hieß es in einer Mitteilung. "Der kommunale Nahverkehr wird in diesem Zeitraum weitgehend zum Erliegen kommen."
Die betroffenen Verkehrsbetriebe reagierten zunächst überrascht auf die Ankündigung. Man wolle sich intern abstimmen und sich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich äußern, hieß es etwa aus Halle und Dessau.
Für Fahrgäste bedeutet der Streik erhebliche Einschränkungen: Nach Angaben der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) wird es voraussichtlich keinen regulären Straßenbahn- und Busverkehr geben. Erst nach Streikende soll der Betrieb schrittweise wieder anlaufen. Fahrgäste werden gebeten, nicht notwendige Fahrten zu verschieben oder auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Die MVB prüft nach eigenen Angaben zudem, ob ein eingeschränkter Notverkehr mit einzelnen Linien angeboten werden kann.
Auch in Dessau müssen sich Pendler, Schüler und andere Fahrgäste auf einen kompletten Ausfall einstellen: Die Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) teilte mit, dass im Streikzeitraum weder Busse noch Straßenbahnen verkehren sollen. Ein Ersatzangebot könne nicht bereitgestellt werden. Das Unternehmen bedauerte die Auswirkungen auf die Fahrgäste ausdrücklich.













