
Umfrage: Jede fünfte Lehrkraft würde anderen Beruf wählen
n-tv
Viele Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern fühlen sich belastet. Warum so viele an ihrem Beruf zweifeln.
Viele Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern fühlen sich belastet. Warum so viele an ihrem Beruf zweifeln.
Schwerin (dpa/mv) - Viele Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich einer Umfrage zufolge stark belastet. Rund ein Fünftel (19 Prozent) würde sich nicht noch einmal für den Lehrberuf entscheiden, wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) MV und die Georg-August-Universität Göttingen mitteilten. 42 Prozent würden ihren Beruf erneut wählen, 39 Prozent sind demnach unentschlossen. Die Hälfte der Befragten würde sogar vom Lehrberuf abraten, hieß es.
An der landesweiten Befragung im November 2025 nahmen demnach mehr als 2.000 Lehrkräfte teil. Die Ergebnisse seien Teil des Forschungsprojekts "Verbesserung der Attraktivität des Lehrberufs in MV", das von der Göttinger Uni zusammen mit der Gewerkschaft durchgeführt und von der Max-Traeger-Stiftung in Frankfurt am Main gefördert wird. Weitere Ergebnisse sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden.
Ein Großteil der Befragten fühlt sich demnach vor allem durch Zeitdruck stark belastet (80 Prozent). Als Gründe für eine Belastung seien außerdem eine deutliche Zunahme der Arbeitsanforderungen in den vergangenen Jahren (73 Prozent) oder regelmäßige Mehrarbeit (68 Prozent) genannt worden.
Die Angaben zur Work-Life-Balance seien ebenfalls alarmierend gewesen: 81 Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer gab demnach an, neben der Arbeit nicht genügend Zeit für Familie, Freundschaften und private Interessen zu haben. Fast ein Drittel empfand den beruflichen Einsatz nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zu Anerkennung, Entwicklungsmöglichkeiten und Entlohnung.













