Lehrer Reff zwischen Klassenzimmer und Social Media
ZDF
Viele Lehrer nutzen Social Media, um in der Schule Wissen zu vermitteln. Lehrer Reff setzt auf TikTok, um Schülern klare Werte aufzuzeigen.
Insta, TikTok und YouTube: Viele Lehrer nutzen Soziale Medien, um Wissen im Unterricht zu vermitteln. Lehrer Reff setzt auf Clips bei TikTok, um Schülern klare Werte aufzuzeigen. Der 42-jährige Lehrer Reff unterrichtet Ethik, Politik und Geographie an einer Berliner Brennpunktschule. Im Gespräch mit den Jugendlichen erfährt er, dass sie oft stundenlang nur mit ihren Handys beschäftigt sind. "Ich finde es schrecklich, wenn ich sehe, dass vieles wirklich gewalttätig ist und beleidigend und rassistisch." Um dem etwas entgegenzusetzen, erstellt er eigene Clips für TikTok. "Ich möchte einfach den Schülern etwas anderes bieten", sagt Lehrer Reff. "Dass sie vielleicht sehen, da gibt es auch Accounts, bei denen kann man etwas lernen, auf Vorurteile hingewiesen werden." Mit seinen humorvollen und berührenden Clips versucht er, die Lebenswelt der Schüler*innen zu verbessern und sich gegen Diskriminierung, Rassismus und Mobbing auf TikTok einzusetzen. Mittlerweile hat er über eine Million Follower auf allen sozialen Plattformen. Dass der Account "mal so durch die Decke geht", macht Lehrer Reff stolz. Trotz seines Erfolges ist das Wichtigste für den 42-Jährigen, immer für seine Schüler*innen da zu sein. Seine große Nähe zu den Schüler*innen rührt daher, dass er sich gut in sie hineinversetzen kann. Lehrer Reff weiß, wie sich Jugendliche fühlen. Einige bekommen selten Anerkennung, was zu Minderwertigkeitsgefühlen und mangelndem Selbstbewusstsein führt. Auch er hat als Jugendlicher darunter gelitten. Er wurde gemobbt, verprügelt und gejagt. Seinen Eltern habe er nie was gesagt. "Ich war allein. Ich habe meine Stimme verschlossen." Er begann mit Boxtraining, um sich wehren zu können.













