
Krause, Reiter - und die heiße Phase des Münchner Wahlkampfs
n-tv
Eine Woche noch, dann entscheidet sich, wer künftig im Münchner Rathaus regiert. Amtsinhaber Reiter oder der beinahe halb so alte Krause? Beide kämpfen - inzwischen.
Eine Woche noch, dann entscheidet sich, wer künftig im Münchner Rathaus regiert. Amtsinhaber Reiter oder der beinahe halb so alte Krause? Beide kämpfen - inzwischen.
München (dpa/lby) - Dieter Reiter beginnt mit einem Statement. Er gibt sich selbstkritisch - und wendet sich dann direkt an Münchnerinnen und Münchner, die zu dem SPD-Wahlkampf-Termin im Stadtteil Untergiesing-Harlaching gekommen sind: "Diese Stadt ist die letzten zwölf Jahre nicht schlecht gelaufen. Und dann bitte ich halt alle, die letzten zwölf Jahre nicht an drei Wochen zu messen, die ich tatsächlich schlecht gearbeitet habe. Schlecht gearbeitet und schlecht nach außen kommuniziert", sagt der seit 2014 amtierende SPD-Oberbürgermeister, der nach den Schlagzeilen über seine Posten beim FC Bayern überraschend schlecht abgeschnitten hat bei der Wahl, bei der er für eine dritte Amtszeit kandidierte.
Dutzende schauen am SPD-Stand vorbei, um Reiter direkt zu erleben, bevor sie erneut ihr Kreuzchen machen. Eineinhalb Stunden stellt er sich den Fragen, dann geht es zum nächsten Termin in einem anderen Stadtteil. Es gibt rote Rosen, die Blumen der SPD - unten grün, oben rot, meint eine Genossin.
Etwas später ein paar Kilometer entfernt ist weniger los, die Stimmung ist entspannt. Reiters Herausforderer Dominik Krause steht am Eingang zum Englischen Garten, spricht mit Radfahrern, die am Info-Stand der Grünen absteigen, umarmt Menschen, die er offenbar kennt, spricht ein paar Sätze in eine Handy-Kamera, streichelt einen Hund. Seifenblasen fliegen, grüne Windräder werden verteilt.
Der 35-Jährige hat Gas gegeben nach seinem überraschend guten Abschneiden mit 29,5 Prozent bei der Wahl am 8. März und seit dem historischen Tag als ein Kandidat der Grünen einen amtierenden Münchner Oberbürgermeister (35,6 Prozent der Stimmen) in die Stichwahl zwang.













