
"Grüne Welle" der Erde verschiebt sich nach Norden
n-tv
Der Klimawandel verändert auch die Vegetation der Erde. Eine neue Studie belegt, dass sich das Zentrum des weltweiten Pflanzenwachstums stetig nach Norden verschiebt. Forscher nennen dafür zwei Hauptgründe.
Der Klimawandel verändert auch die Vegetation der Erde. Eine neue Studie belegt, dass sich das Zentrum des weltweiten Pflanzenwachstums stetig nach Norden verschiebt. Forscher nennen dafür zwei Hauptgründe.
Jedes Jahr schwappt ein Ergrünen über den Globus: In unserem Frühjahr beginnen in Regionen der Nordhalbkugel die Pflanzen zu sprießen, in südlichen Gebieten erwacht die Vegetation etwa ein halbes Jahr später. Dieses saisonale Muster verlagert sich seit einiger Zeit, berichtet ein Forschungsteam nun im Fachjournal "PNAS": Für die vergangenen Jahrzehnte lasse sich eine Verschiebung des Zentrums der grünen Welle nach Norden über alle Jahreszeiten hinweg erkennen.
Das Team hatte aus Satellitendaten und Modelldaten bestimmt, wo auf dem Planeten jeweils der Schwerpunkt des Pflanzengrüns liegt. Im Rhythmus der Jahreszeiten bewegt sich dieses grüne Zentrum jedes Jahr wellenförmig von Norden nach Süden und zurück.
Im Zuge der Erderwärmung entstehen polwärts vielfach günstigere Witterungsbedingungen für das Pflanzenwachstum. Daher erwarteten die Forscher im untersuchten Zeitraum von 1982 bis 2020 einen größer werdenden Ausschlag des grünen Schwerpunkts nach Norden in unserem Sommer und nach Süden während der wärmeren Jahreszeit auf der Südhalbkugel. Tatsächlich zeigte die Auswertung den durch Landnutzung und Klimawandel verursachten planetaren Wandel - allerdings stellte das Team nur eine Nordwärtsverschiebung fest.
Das könnte den Forschenden zufolge aus verlängerten Wachstumsperioden und milderen Wintern in der nördlichen Hemisphäre resultieren, wo größere Landmassen zudem eine leichte Winterergrünung erlaubten. "Dies ist jedoch eine Hypothese, die wir noch weiter untersuchen müssen", erklärte Studienleiter Miguel Mahecha von der Universität Leipzig, dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv) und dem Umweltforschungszentrum UFZ.

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