
Der FC Bayern hat es mit seinem Furor übertrieben
Süddeutsche Zeitung
Das Mokieren über die Schiedsrichterei hat beim FC Bayern Tradition. Aber für das Vorgehen nach dem Leverkusen-Spiel braucht es schon eine spezielle Form der Kraftmeierei und Wirklichkeitswahrnehmung.
In einem gewissen Sinn ist es ein wenig bedauerlich, dass die Bayern nur einen Teil des Weges gegangen sind. Nach dem Urteil eines sogenannten Einzelrichters des DFB-Sportgerichts in Sachen Luis Díaz wären noch Einsprüche vor dem kompletten Sportgericht, dem DFB-Bundesgericht sowie theoretisch sogar dem Schiedsgericht für Vereine und Lizenzligen möglich gewesen (der Gang vor den Bundesgerichtshof in Karlsruhe jedoch nicht mehr). Das hätten recht ungewöhnliche sportjuristische Auseinandersetzungen werden können. Aber mit Ablauf der Frist am Dienstag war dann klar, dass die Münchner auf weitere Schritte verzichten und die Sperre für Díaz nach seiner gelb-roten Karte gegen Bayer Leverkusen somit rechtskräftig ist.













