Bad Bunny setzt bei Super Bowl Zeichen - und erzürnt Trump
ZDF
Der puertoricanische Superstar Bad Bunny begeistert mit seiner Halbzeitshow beim Super Bowl und löst politische Debatten in den USA aus.
Mit einer spanischsprachigen Halbzeitshow begeistert Bad Bunny Millionen Zuschauer beim Super Bowl und sendet klare politische Botschaften. Kritik kommt von US-Präsident Trump. Ein Zuckerrohrfeld, Hits auf Spanisch und ein Aufruf für Liebe statt Hass: Der Reggaeton-Musiker Bad Bunny hat bei seiner Halbzeitshow beim Super Bowl Millionen Menschen mit einer gigantischen Tanzshow begeistert. Und auch politische Signale gesendet. Bad Bunny gilt mit seiner Musik als Brückenbauer zwischen Lateinamerika und den Millionen in den USA lebenden Latinos. Der Auftritt des Superstars hatte vor dem Finale der nordamerikanischen Footballliga NFL zwischen den New England Patriots und Seattle Seahawks Kontroversen in den USA ausgelöst, insbesondere wegen seiner Kritik an der Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump und an den Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE. Aus Protest verzichtete er zuletzt auch auf Konzerte in den Vereinigten Staaten. Am Sonntag (Ortszeit) betrat Bad Bunny die Bühne in einem ganz in Weiß gehaltenen Football-Trikot mit seinem echten Nachnamen Ocasio. Er begann den Auftritt in einem Zuckerrohrfeld, wo er an Essensständen und Feldarbeitern vorbeiging. Umgeben von "jíbaros in pavas" (Farmern in traditionellen Strohhüten), Domino-spielenden "viejitos" (ein liebevoller Begriff für ältere Herren) und einem "piragua"-Stand (Eis in Papiertüten) brachte Bad Bunny unmissverständliche Symbole der puerto-ricanischen Kultur auf das Super Bowl-Feld. "Mi nombre es Benito Antonio Martínez Ocasio" (Mein Name ist Benito Antonio Martínez Ocasio), stellte er sich der Menge auf Spanisch vor. Er sei heute hier beim 60. Super Bowl, weil er niemals aufgehört habe, an sich zu glauben, sagte der Künstler. "Y tú también deberías de creer en ti, vales más de lo que piensas" (Und du solltest auch an dich glauben, du bist mehr wert als du denkst), sagte er weiter.













