30 Jahre Pokémon: Wie Taschenmonster eine Generation prägten
ZDF
Vor 30 Jahre kam Pokémon auf den Merkt. Seitdem ist das Geschäft mit den Taschenmonstern gut einhundert Milliarden Dollar wert.
Vor 30 Jahren brachte der Japaner Satoshi Tajiri das virtuelle Monster Pokémon heraus. Mittlerweile bringt das Geschäft damit mehrere MiIliarden Dollar ein. Ein Vollbart wie mit dem Lineal gestutzt, markante Brille, Hemd, Lederschuhe: Petty Weihrauch sieht ganz anders aus als seine Kunden. In seinem Düsseldorfer Laden verkauft er Pokémon-Karten, insbesondere an Erwachsene. Oft seien dies Sammler, die selbst handeln und darauf spekulieren, dass zumindest eine der zehn Karten in den blickdichten Boosterpacks selten und wertvoll ist, beobachtet Weihrauch. 30 Jahre lang gibt es das sogenannte Medien-Franchise und von Anfang an ist es ein Riesengeschäft. Deutlich mehr als mit „Star Wars“ oder „Marvel“. In einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes steht Pokémon der umsatzstärksten Medien-Franchises auf Platz eins, weit vor "Hello Kitty", "Star Wars" oder "Mickey Mouse". Nach dieser Liste waren es bis 2021 100.000.000 US-Dollar. Begonnen hat alles mit dem Japaner Satoshi Tajiri, der - inspiriert von seiner Sammel-Leidenschaft für Insekten - über mehrere Jahre ein Video-Spiel entwickelt. Pokémon, die Abkürzung für Pocket-Monster, kam am 27. Februar 1996 in Japan auf den Markt. Das Spielprinzip hat sich seitdem kaum verändert: Monster sammeln, trainieren und in Arenen gegen andere Monster antreten lassen. Es folgten: eine Animationsserie, Sammelkarten und Merchandise. Zur Jahrtausendwende entwickelte sich auch in Deutschland bei den Kindern der Hype zu einer Manie. Vielen Eltern und Lehrern ging das zu weit. Im Herbst 2000 sprach erstmals eine Grundschule in Baden-Württemberg ein Pokémon-Verbot aus. Die Figuren seien gewaltverherrlichend, ältere Schüler würden Jüngere beim Karten-Tauschen übervorteilen oder das Essensgeld fließe in den Kauf neuer Karten, so die Begründung damals.













