
„Wir brauchen eine neue Art des Kapitalismus“
Süddeutsche Zeitung
Milliardär André Hoffmann kommt aus einer der wohlhabendsten Familien der Schweiz und führt das Weltwirtschaftsforum. Ausgerechnet er kritisiert nun eine Welt mit zu vielen mächtigen Reichen.
Sein Urgroßvater Fritz hatte vor 130 Jahren das Pharmaunternehmen Roche gegründet: André Hoffmann, 67, stammt aus einer sehr bekannten Schweizer Unternehmerfamilie. Der Konzern aus Basel ist weltweit führend und einer der wertvollsten Konzerne Europas. Die Familie kontrolliert etwa zwei Drittel der Roche-Anteile, Hoffmann ist als Sprecher des Familienpools Vizepräsident der Roche-Holding. Der Milliardär ist für eine Tagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) nach München gekommen. Nach dem plötzlichen Abgang des WEF-Gründers Klaus Schwab führt er gleichzeitig seit dem vergangenen Jahr die Organisation zusammen mit dem Amerikaner Larry Fink von der Investmentgesellschaft Blackrock. Ausgerechnet Hoffmann sieht den Kapitalismus und die Rolle der Reichen kritisch und fordert grundlegende Veränderungen.













