
Zwei Züge kollidieren in Bayreuth – Zugverkehr läuft wieder
Süddeutsche Zeitung
Beim Rangieren stoßen im Hauptbahnhof zwei Regionalzüge zusammen. Mindestens sieben Passagiere werden verletzt, einer davon schwer. Nun beginnt die Ursachenforschung.
Nach dem Zusammenstoß zweier Regionalzüge im Hauptbahnhof Bayreuth mit mehreren Verletzten sollen Gutachter heute den Unfallort und die Züge ansehen. Bisher ist unklar, wie es zu der Kollision kam. Alkohol oder Drogen bei den Lokführern hätten keine Rolle gespielt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Morgen. „Momentan ist es für uns nicht schlüssig, warum das passiert ist.“ Denkbar sei vieles, unter anderem eine Signalstörung oder ein anderer technischer Fehler.
Der Zugverkehr wurde am Morgen wieder aufgenommen, weitgehend ohne Behinderungen. Die kollidierten Züge stünden weiterhin nahe dem Hauptbahnhof, blockierten allerdings nicht mehr die Hauptgleise für den Bahnverkehr.
Nach Angaben der Deutschen Bahn konnte es zum Betriebsbeginn noch zu vereinzelten Zugausfällen kommen, etwa auf der Linie RE32 zwischen Bayreuth Hauptbahnhof und Pegnitz.
Nach bisherigen Erkenntnissen waren am Mittwochabend gegen 18.45 Uhr zwei Agilis-Züge zusammengestoßen. Eine Bahn mit 13 Fahrgästen an Bord fuhr demnach in den Bahnhof ein, der zweite Zug war ohne Fahrgäste auf einer Rangierfahrt zum Betanken unterwegs. Nach Polizeiangaben wird unter anderem geprüft, ob der Lokführer des rangierenden Zugs womöglich seinen einfahrenden Kollegen übersehen hat. Die Ermittlungen zur Unfallursache begannen noch am Mittwochabend.
Zudem wurden die Gleise überprüft, auf denen sich der Zusammenstoß ereignet hatte. „Die Gleise sind sicher“, es seien keine Weichen beschädigt worden und auch der Gleisabstand passe, erklärte der Sprecher der Bundespolizei. „Das Gleis ist wieder freigegeben.“













