
Zehntausende bei Protesten gegen AfD-Parteitag erwartet
n-tv
Bei einem Bundesparteitag in Erfurt will die AfD im Sommer einen neuen Bundesvorstand wählen. Sicherheitsbehörden rechnen mit Protest und bereiten sich schon jetzt vor. Die Kritik am Datum hält an.
Bei einem Bundesparteitag in Erfurt will die AfD im Sommer einen neuen Bundesvorstand wählen. Sicherheitsbehörden rechnen mit Protest und bereiten sich schon jetzt vor. Die Kritik am Datum hält an.
Erfurt (dpa/th) - Mehr als vier Monate vor dem geplanten AfD-Bundesparteitag in Erfurt rechnet die Stadtverwaltung mit Zehntausenden Demonstranten und die Polizei hat einen Vorbereitungsstab eingerichtet.
Nach Angaben der Stadt wurde für den 4. Juli eine Versammlung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) mit rund 15.000 Teilnehmern angemeldet - unter dem Titel "Kein Platz für Faschismus: Demokratie verteidigen – AfD entschlossen entgegentreten!" Fridays for Future meldete der Stadt eine Versammlung mit 3.500 Teilnehmern, ein Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt peilt bei einer Versammlung 2.000 Teilnehmer an. Daneben gibt es weitere Anmeldungen.
Die Thüringer Polizei wappnet sich nach eigenen Angaben bereits für einen großen Einsatz. Es sei ein Vorbereitungsstab eingerichtet worden, teilte ein Sprecher des Thüringer Innenministeriums auf Anfrage mit. Die Landespolizeidirektion beschäftige sich intensiv mit dem Anfang Juli anstehenden Einsatz. Man rechne mit Protesten. Klar ist schon jetzt, dass auch Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern bei der Absicherung der Veranstaltung, die in der Erfurter Messe geplant ist, helfen sollen. Wie hoch die Kosten für den Großeinsatz werden, war zuletzt noch nicht klar. "Die Polizei steht im engen Austausch mit der Versammlungsbehörde der Stadt Erfurt und mit der Messe", so der Sprecher.
Die AfD will am 4. und 5. Juli ihren Bundesparteitag in Thüringens Landeshauptstadt abhalten. Dabei soll der Bundesvorstand gewählt werden. Thüringens AfD-Co-Chef Stefan Möller hatte eine mögliche Kandidatur angedeutet. Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.













