
Pflegestützpunkte in Thüringen sollen ausgebaut werden
n-tv
Wenn Menschen pflegebedürftig werden, stellen sich für sie und ihre Angehörigen viele Fragen. Pflegestützpunkte können hier mit Beratung helfen. Es gibt sie in Thüringen bisher nicht flächendeckend.
Wenn Menschen pflegebedürftig werden, stellen sich für sie und ihre Angehörigen viele Fragen. Pflegestützpunkte können hier mit Beratung helfen. Es gibt sie in Thüringen bisher nicht flächendeckend.
Erfurt (dpa/th) - Das Netz an kommunalen Pflegestützpunkten für die Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen in Thüringen soll dichter geknüpft werden. Die Kommunen sollen dabei durch zweckgebundene feste Zuschüsse vom Land finanziell unterstützt werden, wie das Sozialministerium mitteilte. Derzeit gibt es in neun Landkreisen und kreisfreien Städten Stützpunkte, in denen Fachleute zu Fragen rund um die Pflegeversicherung und Hilfsmöglichkeiten für auf Pflege angewiesene Menschen beraten. Ziel ist es laut Ministerium, solche Anlaufstellen in jedem Landkreis aufzubauen.
Der Ausbau von Pflegestützpunkten ist Teil des kürzlich von der Landesregierung vorgestellten "Thüringenplans" für den ländlichen Raum. In diesem Zusammenhang sollen auch die Möglichkeiten der Kurzzeitpflege erweitert werden – mit Hilfe finanzieller Förderung von Kurzzeitpflegeplätzen durch das Land. Diese werden dann benötigt, wenn Pflegebedürftige zeitweilig nicht von Familienangehörigen betreut werden können, etwa dann, wenn Familienangehörige selbst erkranken und auf Hilfe angewiesen sind. Pflegende Angehörige beklagen seit Jahren, dass es in Thüringen an Kapazitäten in der Kurzzeitpflege fehlt.
Es gehe um eine zukunftsfähige Gestaltung der Pflege, erklärte Sozialministerin Katharina Schenk (SPD). Dies sei "eine der größten sozialen Aufgaben unserer Zeit".
Geplant sei auch der weitere Ausbau des Landesprogramms gegen Vereinsamung von Senioren. "Wir wollen zusehen, dass wir das gesetzlich regeln", sagte Schenk der Deutschen Presse-Agentur. "Jetzt müssen wir es immer wieder neu in den Haushalt einstellen." Schenk hält eine Mindestfördersumme in einem Gesetz für sinnvoll. "Das ist auch für die Menschen, die dort arbeiten wichtig."













