
Grüne wollen wegen AfD strengeres Fraktionsgesetz
n-tv
Die Mutter des Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Fraktion arbeitet seit Jahren in der Fraktion. Die Grünen fordern Konsequenzen. Unterdessen geht es um weitere Personalien.
Die Mutter des Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Fraktion arbeitet seit Jahren in der Fraktion. Die Grünen fordern Konsequenzen. Unterdessen geht es um weitere Personalien.
Mainz (dpa/lrs) - Als Konsequenz aus Vetternwirtschaft-Vorwürfen gegen die AfD fordert die rheinland-pfälzische Grünen-Fraktion schärfere Gesetze. "Die demokratischen Kontrollorgane müssen den offenen Mittelmissbrauch durch die AfD entschieden beenden und Verstöße stets zeitnah sanktionieren", verlangt der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Carl-Bernhard von Heusinger, in Mainz. Es handele sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem der AfD.
Bei der AfD in Sachsen-Anhalt waren mehrere Fälle bekanntgeworden, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen Bundestagsabgeordneten beschäftigt wurden. In Rheinland-Pfalz ist die Mutter des aktuellen Fraktionsgeschäftsführers Damian Lohr seit zehn Jahren bei der AfD-Landtagsfraktion beschäftigt. AfD-Fraktionschef Jan Bollinger betonte, dass die Anstellung mit dem Abgeordnetengesetz des rheinland-pfälzischen Landtags im Einklang stehe.
Ein Beschäftigungsverhältnis mit einer Verwandten oder einem Verwandten eines Abgeordneten gibt es bei den anderen Fraktionen im Landtag nach deren Angaben nicht. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
Unterdessen wurde bekannt, dass die Ehefrau des stellvertretenden Landeschefs Sebastian Münzenmaier beim EU-Abgeordneten der AfD, Alexander Jungbluth, arbeitet. Beide kommen aus Rheinland-Pfalz.













