
Mehr als 33.000 Thüringer Rentner arbeiten weiter
n-tv
Ob als Fahrer, im Büro oder bei der Reinigung: Rentnerinnen und Rentner packen in Thüringen weiter an. Warum viele nicht aufhören wollen – und was Betriebe dafür tun.
Ob als Fahrer, im Büro oder bei der Reinigung: Rentnerinnen und Rentner packen in Thüringen weiter an. Warum viele nicht aufhören wollen – und was Betriebe dafür tun.
Halle/Erfurt (dpa/th) - Aus Freude an der Arbeit oder um die Rente aufzubessern: Der Ruhestand ist für viele Thüringer längst nicht mehr gleichbedeutend mit dem Ende des Berufslebens. Im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit rund 33.500 Frauen und Männer im Rentenalter sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt. Das entspricht einem Anteil von 3,8 Prozent an allen Beschäftigten im Freistaat – und liegt damit auf dem Bundesniveau.
Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der arbeitenden Rentner im Freistaat den Angaben nach deutlich gestiegen. 2015 waren noch rund 11.800 Menschen weniger im Rentenalter erwerbstätig. Mit dem allmählichen Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand dürfte die Zahl der arbeitenden Rentnerinnen und Rentner in den kommenden Jahren weiter steigen.
Von den 33.500 Erwerbstätigen im Rentenalter waren 18.900 Männer. Die große Mehrheit von ihnen – 14.600 – arbeitete in einem Minijob. Besonders häufig waren sie als Fahrer, in der Lagerwirtschaft und bei Zustelldiensten sowie in der Gebäudetechnik oder im Objektschutz tätig.
Bei den Frauen gingen 14.600 einer Beschäftigung nach, davon 12.100 in Minijobs. Sie arbeiteten vor allem in Büros und Sekretariaten, in der Reinigung oder in der Erziehung und Sozialarbeit.

Der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher rechnet damit, dass der Streit um die "Lifestyle-Teilzeit" auf dem CDU-Parteitag zumindest im Hintergrund eine Rolle spielen wird. Aktuell dominiere zwar der wirtschaftsliberale Flügel. "Aber natürlich gibt es in der CDU auch andere, die darauf hinweisen, dass die Union immer gut damit gefahren ist, sich dem Neoliberalismus nicht komplett auszuliefern."












