Wie weit reichen die IS-Verbindungen des Attentäters?
ZDF
Im Mai 2025 hatte er Feiernde vor einer Bar in Bielefeld angegriffen. Jetzt muss sich der IS-Attentäter Mahmoud M. vor Gericht verantworten.
Im Mai 2025 hatte er Feiernde vor einer Bar in Bielefeld angegriffen. Jetzt muss sich der IS-Attentäter Mahmoud M. unter anderem wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Im großen Verhandlungssaal des Düsseldorfer Oberlandesgerichts wirkt er fast ein wenig verloren: Mahmoud M., der Mann, dem vorgeworfen wird, er habe versucht, für den sogenannten Islamischen Staat (IS) möglichst viele Menschen zu töten. In sich zusammengesackt sitzt er an diesem Vormittag hinter den vielen leeren Sitzreihen auf seinem Platz in einem schusssicheren Glaskasten. Während der Verhandlung schließt er zwischenzeitlich die Augen. Als die Vertreterin der Bundesanwaltschaft die Anklage verliest, blickt er zu Boden. Die für Terrorverfahren zuständige oberste Anklagebehörde wirft dem heute 36-Jährigen vor, im Mai vor einem Jahr in Bielefeld losgezogen zu sein, um im Namen des Dschihad, des Heiligen Krieges also, zu morden. Mit zwei Messern bewaffnet, beide mit 18 Zentimetern Klingenlänge, näherte sich M. in den frühen Morgenstunden eines Sonntages einer Bar ganz in der Nähe des Bielefelder Hauptbahnhofs. In dem Lokal war die ganze Nacht über gefeiert worden. Fußballfans hatten den Aufstieg ihrer Mannschaft, der Arminia, zelebriert. Als Mahmoud M. eintraf, waren die meisten Gäste schon gegangen. Einige standen allerdings noch auf der Straße zusammen. Auf sie muss M. einen gebrechlichen Eindruck gemacht haben, denn er bewegte sich auf einen Gehstock gestützt auf sie zu. Was die Barbesucher nicht sahen: Der Stock war mit einem der beiden Messer präpariert. Blitzschnell setzte M. dann zur Tat an, schrie "Allahu Akbar", also "Gott ist groß", und stach auf eine 26-Jährige ein.













