
Was wirklich gegen Gewalt psychisch Erkrankter hilft
n-tv
Es gibt Täterinnen und Täter, deren Gewalttaten mit psychischen Krankheiten zusammenhängen. Aus diesen Taten lassen sich viele Schlüsse ziehen, doch die meisten sind falsch.
Es gibt Täterinnen und Täter, deren Gewalttaten mit psychischen Krankheiten zusammenhängen. Aus diesen Taten lassen sich viele Schlüsse ziehen, doch die meisten sind falsch.
In Hamburg stand in dieser Woche ein Mann vor Gericht, weil er seinen Nachbarn mit einem Beil erschlagen haben soll. Verhandelt wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit, denn es wird davon ausgegangen, dass der Mann schuldunfähig ist. Der Grund ist eine psychische Erkrankung des Ukrainers, laut Gericht eine Art Schizophrenie.
In der Polizeilichen Kriminalstatistik werden Gewaltdelikte durch psychisch kranke Menschen nicht gesondert erfasst, um datenschutzrechtliche Vorgaben nicht zu verletzen und psychisch kranke Menschen nicht zu stigmatisieren. Wenn überhaupt tauchen diese Gesundheitsinformationen erst in Strafverfahren, forensischen Gutachten oder im Maßregelvollzug auf.
Trotzdem wird nach Einzeltaten wie dem Messerangriff auf eine Kita-Gruppe in Aschaffenburg im Januar 2025 immer wieder der Ruf nach sicherheitspolitischen Verschärfungen laut. Die Rede ist dann meist von strengeren Maßnahmen im Umgang mit "psychisch kranken Gewalttätern", etwa einem besseren Datenaustausch und neuen Überwachungsbefugnissen. Unionspolitiker brachten 2025 wiederholt die Idee eines Registers für "psychisch kranke Gefährder" ins Spiel.
Als Begründung für diese neuen Instrumente wird meist ein Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und Gewalttaten angeführt. Forschungsergebnisse zeigen, dass das Risiko bei bestimmten Patientinnen und Patienten mit psychischen Störungen tatsächlich leicht erhöht ist. Das sind vor allem Betroffene mit Schizophrenien und anderen Psychosen und schweren Persönlichkeitsstörungen. Das Risiko steigt noch einmal, wenn Drogen und Alkohol konsumiert werden.













