
"Katastrophenszenario" bedroht Schweizer Dorf Chippis
n-tv
Ein Riss im Erdreich eines Hangs in der Schweiz wird seit dem Herbst immer größer. Das weckt Erinnerungen an den Ort Blatten, der im vergangenen Jahr verschüttet wurde.
Ein Riss im Erdreich eines Hangs in der Schweiz wird seit dem Herbst immer größer. Das weckt Erinnerungen an den Ort Blatten, der im vergangenen Jahr verschüttet wurde.
Im Schweizer Kanton Wallis hat sich an einem Hang ein Riss im Erdreich aufgetan. Sollte der Hang abrutschen, droht Gefahr für ein darunterliegendes Dorf, wie die zuständigen Behörden berichten. Sie bereiten bereits die Evakuierung der 1500 Einwohner vor. Um auf alles vorbereitet zu sein, soll bald auch eine neue Notstromleitung verlegt werden.
Die Risiko-Zone des Hangrutsches liegt in der Ferienregion Val d'Anniviers unweit von Sierre/Siders oberhalb des Dorfes Chippis. Dort wurde im Herbst eine Bruchlinie im Erdreich entdeckt, die inzwischen auf 250 Meter Länge angewachsen ist. Der Spalt ist zwischen 80 Zentimetern und einem Meter breit. Er dehnt sich jeden Tag um etwa zwei bis vier Millimeter aus. Geologen schätzen, dass bis zu 500.000 Kubikmeter Erdmasse abrutschen könnten.
Das wiederum könnte ein Flussbett der Navizence zuschütten, für einen Wasserstau und Überschwemmungen sorgen. Der Fluss fließt durch Chippis. Auch weitere Ortschaften im Tal würden in diesem Fall die Auswirkungen der Katastrophe zu spüren bekommen.
Die Behörden bereiten vorsichtshalber eine Evakuierung von Chippis vor. Dafür haben sie Medienberichten zufolge Zivilschutzräume in umliegenden Orten reserviert. Der Riss werde dauerhaft mittels Längenmessgerät, Laserscanner und Webcam überwacht. Zudem fliegt wöchentlich eine Drohne über den Spalt auf einem Hügel, berichten der Schweizer Rundfunksender SRF und die "Davoser Zeitung".

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