
Natascha Kampusch lebt "wieder in einer Art Gefangenschaft"
n-tv
Natascha Kampuschs Name ist mit der längsten Entführung eines Kindes in Europa verbunden. Ihr gelingt es, sich selbst zu befreien. Danach bewundern viele ihre Stärke und Kraft. Doch nun verschlechtert sich ihr Zustand stark.
Natascha Kampuschs Name ist mit der längsten Entführung eines Kindes in Europa verbunden. Ihr gelingt es, sich selbst zu befreien. Danach bewundern viele ihre Stärke und Kraft. Doch nun verschlechtert sich ihr Zustand stark.
Fast 20 Jahre nach der Flucht vor ihrem Entführer geht es Natascha Kampusch nicht gut. Die Schwester der heute 38-jährigen Kampusch, Claudia Nestelberger, berichtet in einer Mitteilung des ORF von einem Zusammenbruch ihrer Schwester.
"Jeder weiß, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr", sagte Nestelberger laut der Mitteilung. "Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft." Nestelberger kümmert sich heute weitgehend um die Angelegenheiten ihrer Schwester.
Am kommenden Montag will der ORF eine Dokumentation über Kampuschs Schicksal ausstrahlen. Noch vor drei Jahren hatte Kampusch in einem Interview gesagt, "die Tat hat die Richtung meines Lebens bestimmt, aber sie war nicht lebensbestimmend".
Kampusch war im Alter von zehn Jahren am 2. März 1998 auf dem Schulweg entführt worden. Anschließend wurde sie achteinhalb Jahre von Wolfgang Priklopil in einem Verlies bei Wien gefangen gehalten. Sie musste wie eine Sklavin Hausarbeiten verrichten, wurde immer wieder geschlagen und später auch sexuell missbraucht.













