
Vitali Klitschko: "Ich hoffe, die deutsche Regierung wird uns hören!"
RTL
„Wir werden unseren Wunsch ein europäisches Land zu sein niemals zur Seite schieben.“, sagte Kiews Bürgermeister im RTL-Interview.
Die Lage an der russisch-ukrainischen Grenze ist nach wie vor angespannt. Zwar ist ein Angriff am Mittwoch nicht – wie von US-Behörden angenommen – erfolgt, trotzdem bittet Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko vor der Münchner Sicherheitskonferenz ganz Europa um Unterstützung für die Ukraine. Dabei spricht er auch die deutschen Hilfen und ausbleibenden Waffenlieferungen an. Neben großem Dank, schwingt allerdings auch etwas Kritik in Klitschkos Worten mit – und eine Bitte.
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"Sicherheit ist das größte Thema, nicht nur für unser Land, für die Ukraine. Es ist das wichtigste Thema in der ganzen Welt." So beginnt der Bürgermeister von Kiew die Pressekonferenz am Donnerstagabend in München. Es sei eine außergewöhnliche Zeit, denn Europa hätte schon lange nicht mehr an "der Grenze einer Invasion gestanden, an der Grenze zu einem großen Krieg in Europa."
Eine Invasion von Russland hätte fatale Folgen: "Wenn eine Invasion in der Ukraine passiert, wird das selbstverständlich ein Albtraum für jeden Ukrainer," erklärt Klitschko die aktuelle Stimmungslage im Land. Deshalb hoffe man jetzt auf eine friedliche und diplomatische Lösung.
Klitschko versucht den Beweggründe einer russischen Invasion zu erklären und nennt dafür einen ganz klaren Grund: "Der Grund ist unser Wunsch, ein modernes demokratisches europäisches Land zu bauen. Das Land heißt Ukraine. Das passt nicht in die Vision der russischen Regierung. Wir sehen die Zukunft unseres Landes als Teil der europäischen Familie."
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Um diesen ukrainischen Wunsch zu erfüllen, will Klitschko die Plattform in Deutschland und der Öffentlichkeit nutzen: "Wir brauchen Unterstützung." Alleine könne man es nicht schaffen gegen eine der stärksten und größten Armeen der Welt. 150.000 russische Soldaten stehen aktuell an der ukrainischen Grenze und wollen angreifen. Um das zu verhindern, brauche man moderne Waffen: "Verteidigungswaffen will ich betonen, weil wir greifen niemanden an. Wir verteidigen unser Land."
Dabei dankt er auch Deutschland. Einen der größten Geldgeber der letzten acht Jahre, der dabei geholfen hat, Reformen zu schaffen und die ukrainische Wirtschaft wieder aufzubauen. Trotzdem: Waffenlieferungen hatte die deutsche Regierung immer ausgeschlossen. Klitschko hofft, dass sich das bald ändert: "Ohne Verteidigungswaffen können wir unser Land nicht verteidigen. Ich hoffe, die deutsche Regierung wird uns hören."

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