
Forscher testen erstmals Straßen-Transport von Antimaterie
RTL
Ein Lkw soll am europäischen Kernforschungszentrum erstmals eine wertvolle Fracht bewegen: Antimaterie. Die Teilchen sind äußerst empfindlich - treffen sie auf normale Materie, werden sie vernichtet. Doch gelingt das Experiment, könnte es eine neue Ära der Forschung einläuten.
Ein Lkw soll am europäischen Kernforschungszentrum erstmals eine wertvolle Fracht bewegen: Antimaterie. Die Teilchen sind äußerst empfindlich - treffen sie auf normale Materie, werden sie vernichtet. Doch gelingt das Experiment, könnte es eine neue Ära der Forschung einläuten. Antimaterie-Teilchen werden auf der Straße transportiert - um zu beweisen, dass so ein Transport überhaupt möglich ist und die Teilchen nicht entweichen. „Wir betreten absolutes Neuland“, erklären die Physiker Stefan Ulmer und Christian Smorra von der Universität Düsseldorf, die in Genf am europäischen Kernforschungszentrum Cern die Grundlagen des Universums erforschen. „Nie zuvor wurde etwas Ähnliches bewerkstelligt.“ 100 bis 1000 Antiprotonen sollen auf Reisen gehen, fünf Kilometer weit, ausschließlich auf Cern-Gelände. Klappt der Test, soll das Material später per Lkw zu Laboren in Düsseldorf, Hannover und Heidelberg gebracht werden. Die Bedeutung wäre immens: Das Cern ist der einzige Ort weltweit, an dem Antiprotonen gespeichert werden können. „Wenn es gelingt, Antimaterie-Teilchen zu transportieren und unabhängig vom Ort, wo sie produziert werden, zu untersuchen, ermöglicht das ganz neue Forschung“, sagt Ulrich Husemann, Direktor für Teilchenphysik am Forschungszentrum Desy in Hamburg und selbst nicht an dem Transportexperiment beteiligt. Ziel sei, die Grundlagen des Universums und unserer Existenz besser zu verstehen. US-Autor Dan Brown mit seinem Weltbestseller „Illuminati“ und Hollywood haben Antimaterie-Horrorvisionen geschaffen, die bei vielen Menschen Ängste schufen. Brown inszenierte einen Wettlauf mit der Zeit, um eine Antimaterie-Bombe - mit Material aus dem Cern - aus dem Verkehr zu ziehen, die den Vatikan in die Luft sprengen sollte.

Die Grünen haben in München zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt die Rathausspitze erobert. In der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt setzte sich der erst 35 Jahre alte Kandidat Dominik Krause laut vorläufigem Ergebnis mit 56,4 Prozent der Stimmen gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (67, SPD) durch.

Mehrere tausend Menschen haben in Berlin an einer Demonstration „Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern” teilgenommen. Sie versammelten sich am Nachmittag am Brandenburger Tor auf dem vollständig gefüllten Pariser Platz. Auf Plakaten stand: „Menschenrechte auch im Internet” und „Die Scham muss die Seiten wechseln”. Die Polizei sprach von 6700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstalter von 13.000 Menschen.

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist die CDU nach ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF stärkste Kraft geworden. Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Alexander Schweitzer erleiden schwere Verluste und landen auf Platz zwei vor der AfD, die ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl 2021 mehr als verdoppeln kann.










