
T-Shirt-Eklat vor Gericht – statt einer Entschuldigung gibt es nur Hohn
RTL
Die Täter sind zum Teil noch minderjährig! Sie sollen letzten Sommer den 23-jährigen Miguel aus Südthüringen gejagt und so schwer misshandelt haben, dass er gestorben ist. Nun ist das Urteil gefallen.
Die Täter sind zum Teil noch minderjährig! Sie haben letzten Sommer Miguel aus Südthüringen gejagt und so schwer misshandelt, dass der 23-Jährige starb. Am Donnerstag (26. Februar) sind alle Verdächtigen zu Jugendstrafen wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt worden. Härteste Strafe: vier Jahre und sechs Monate. Die beiden Mädchen bekamen Bewährungsstrafen. Miguels Oma erinnert sich noch genau an den Moment, als sie zum letzten Mal mit ihrem Enkel sprach. Am Samstag, den 21. Juni, schaut der 23-Jährige wie so oft noch bei ihr vorbei. „Dann sagte er: ,Mach’s gut, Oma!’” Kurz darauf ist Miguel tot. Für die Tat stehen seit Januar am Landgericht Meiningen vier zum Teil noch minderjährige Angeklagte vor Gericht. Für Miguels Tante Silvana ist seitdem nichts mehr, wie es mal war. „Er hatte noch viel vor, und das schmerzt täglich. Du kannst es nicht verarbeiten. Das ist einfach nur so dahinleben, (...) es fehlt ein Stück vom Leben. Das Leben ist einfach kaputt. Also, ich bin ja mit ihm gestorben.” Rückblick: Miguel A. ist Gerüstbauer. Er wohnt in Zella-Mehlis, einer Kleinstadt in Thüringen. Auf einem Supermarktparkplatz soll er sich mit anderen jungen Leuten getroffen haben. Offenbar sind sie dann in Streit geraten. Um sich zu schützen, flieht Miguel in einen angrenzenden Park. Doch die vier Jugendlichen verfolgen ihn. Unter anderem mit Tierabwehrspray und einem Gürtel sollen die Vier auf Miguel eingeschlagen und ihn getreten haben. Nach der Gewalttat konnte Miguel dann allerdings Richtung Bach fliehen. Im Dickicht hat er sich dann wohl versteckt. Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass er dann in den Bach gestürzt und ertrunken ist. Die vier Jugendlichen sollen ihn dann gefunden haben. Statt ihm zu helfen, haben sie ihn einfach sich selbst überlassen. Obwohl die mutmaßlichen Täter gesehen haben sollen, dass der 23-Jährige schwer verletzt war, sollen sie ihn sterbend zurückgelassen haben. Schließlich ist es sein Onkel, der die Leiche, nur in Unterhose bekleidet, im Bach findet. Seit Ende Januar müssen sich die vier Angeklagten, zwei damals 19-jährige Männer und zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren, deshalb vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge und gemeinschaftlicher Mord durch Unterlassen. Miguels Familie erhofft sich von dem Prozess endlich Antworten. Eine Entschuldigung gibt es nicht, dafür eine Provokation vonseiten der Eltern der Angeklagten. Zum Urteil tragen sie T-Shirts mit provokantem Aufdruck. Blanker Hohn, findet Miguels Tante. Als unser Reporter die Eltern dann damit konfrontiert, reagieren sie aggressiv. Die Konfrontation seht ihr im Video.

Die Grünen haben in München zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt die Rathausspitze erobert. In der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt setzte sich der erst 35 Jahre alte Kandidat Dominik Krause laut vorläufigem Ergebnis mit 56,4 Prozent der Stimmen gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter (67, SPD) durch.

Mehrere tausend Menschen haben in Berlin an einer Demonstration „Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern” teilgenommen. Sie versammelten sich am Nachmittag am Brandenburger Tor auf dem vollständig gefüllten Pariser Platz. Auf Plakaten stand: „Menschenrechte auch im Internet” und „Die Scham muss die Seiten wechseln”. Die Polizei sprach von 6700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstalter von 13.000 Menschen.

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist die CDU nach ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF stärkste Kraft geworden. Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Alexander Schweitzer erleiden schwere Verluste und landen auf Platz zwei vor der AfD, die ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl 2021 mehr als verdoppeln kann.










