
So geht es Bayerns Jugendherbergen
Süddeutsche Zeitung
Das bayerische Jugendherbergswerk ist in keiner einfachen Situation. Die Übernachtungen gehen zurück und die Kosten steigen. Trotzdem atmen die Jugendherbergen nach der Pandemie wieder auf.
Die Lage der Jugendherbergen in Bayern hat sich wieder stabilisiert. Trotzdem hat der Verband mit hohen Ausgaben und einem Rückgang an Übernachtungen zu kämpfen. Das teilte der Landesverband Bayern im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) am Dienstag in einem Pressegespräch mit.
Im vergangenen Jahr gab es demnach über eine Million Übernachtungen in den insgesamt 46 Jugendherbergen des bayerischen Landesverbands. Das ist ein Rückgang um vier Prozent im Vergleich zum Jahr 2024. „Ein verschmerzbarer Rückgang“, findet Michael Gößl, geschäftsführender Vorstand im DJH Bayern. Zwei Herbergen mussten 2025 schließen und trotzdem ging die Zahl der Übernachtungen nur leicht zurück.
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Vor allem bei Schulklassen und Gruppen sind die Jugendherbergen nach der Corona-Pandemie wieder beliebt. Sie machten rund 75 Prozent aller Übernachtungen aus. Seit 2023 ist die Zahl der Schulklassen in den Herbergen wieder gestiegen, so Gößl vom DJH Bayern. Familien hingegen entschieden sich seltener für die Jugendherberge als Unterkunft. Gößl sieht vor allem die gestiegenen Preise als Grund dafür.
Das bayerische Jugendherbergswerk klagt über steigende Kosten seit der Pandemie beim Heizen und Bauen. Viele der Jugendherbergen sind alte Häuser und müssen saniert werden. Um die Aufenthaltsqualität in den Herbergen auf einen zeitgemäßen Standard zu heben, fehlt es dem Verband oft an eigenen finanziellen Mitteln. Das Jugendherbergswerk braucht zunehmend die Unterstützung des Freistaats, so Klaus Umbach, der Präsident des DJH Bayern.













