
On-Gründer steuern Sportschuh-Marke wieder selbst
n-tv
Mit dem Einstieg von Tennisstar Roger Federer wird der schweizerische Sportschuh-Hersteller On zum Schwergewicht, der Puma, Nike oder Adidas das Fürchten lehrt. Zwei Gründer sichern sich nun erneut den Chefsessel. An der Börse kommt das nicht gut an.
Mit dem Einstieg von Tennisstar Roger Federer wird der schweizerische Sportschuh-Hersteller On zum Schwergewicht, der Puma, Nike oder Adidas das Fürchten lehrt. Zwei Gründer sichern sich nun erneut den Chefsessel. An der Börse kommt das nicht gut an.
Zwei der Gründer der schweizerischen Sportschuh-Marke On führen das Unternehmen von Mai an wieder selbst. David Allemann und Caspar Coppetti lösen dann als Co-CEOs Martin Hoffmann ab, der nach 13 Jahren als Finanzvorstand und fünf Jahren als On-Chef eine Auszeit nehmen wolle, teilte das Unternehmen mit. Mit der neuen Führungsstruktur gehe es darum, in der nächsten Wachstumsphase von On "die angestrebte strategische Ausrichtung noch enger mit der operativen Umsetzung zu verknüpfen".
Die Börsianer reagierten verschreckt: Die On-Aktie gab an der New Yorker Börse um acht Prozent auf 36,40 Dollar nach. Im vergangenen Jahr hatte sie 15 Prozent verloren, obwohl On erstmals mehr als drei Milliarden Franken umsetzte und die operative Gewinnmarge auf einen Rekordwert schraubte. Das Gros der Umsätze machen weiterhin die Verkäufe von Schuhen aus. Inzwischen verkaufen die Schweizer aber auch Bekleidung und Accessoires.
Bekannt geworden war das ursprünglich auf Laufschuhe spezialisierte Unternehmen 2019, als der Schweizer Tennis-Star Roger Federer bei On einstieg. 2021 brachte Hoffmann On an die Börse. On gehört zu den Senkrechtstartern auf dem Sportartikel-Markt, die den Platzhirschen wie Nike, Adidas und Puma Marktanteile weggeschnappt haben. Die mauen Umsatz-Erwartungen für 2026 hatten die Börse aber enttäuscht.
Allemann, Coppetti, Hoffmann und Mitgründer Olivier Bernhard hätten "einen strategischen Fahrplan entwickelt, um die Marke auf das nächste Level der globalen Skalierung zu bringen", hieß es in der Mitteilung. Hoffmann soll bis März 2027 als Berater zur Verfügung stehen, Bernhard fungiert weiterhin als aktives Mitglied des Verwaltungsrats, dem ebenfalls weiter Allemann und Coppetti vorstehen. Neuer Finanzvorstand wird Frank Sluis. Der Niederländer, der vom Einzelhändler Ahold Delhaize kommt, war bereits im Januar nominiert worden.













