
Luxusairline Qatar Airways bringt ihre Flaggschiffe in Sicherheit
n-tv
Zahlreiche Luxusliner von Qatar Airways fliegen das gleiche Ziel an. Satellitenbilder einer ehemaligen Militärbasis zeigen: In der Nahost-Krise dient die spanische Provinz als sicherer Rückzugsort für einige der größten Passagierflugzeuge der Welt.
Zahlreiche Luxusliner von Qatar Airways fliegen das gleiche Ziel an. Satellitenbilder einer ehemaligen Militärbasis zeigen: In der Nahost-Krise dient die spanische Provinz als sicherer Rückzugsort für einige der größten Passagierflugzeuge der Welt.
Der Flughafen von Teruel liegt im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Nichts, an guten Tagen verirren sich zwei Flieger hierher. Innerhalb kürzester Zeit wird die aragonische Provinz im Osten Spaniens jedoch zur Residenz der besten Luxusliner von Qatar Airways: Wegen des Krieges in Nahost müssen die arabischen Airlines ihre Flüge an den Heimatflughäfen einstellen, und auf dem ehemaligen Militärstützpunkt Teruel sind ihre Maschinen weit weg von Raketenangriffen.
Zum Ende der vergangenen Woche sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters etwa 20 passagierlose Flugzeuge in Teruel gelandet, davon 17 von Qatar Airways. Katars staatliche Fluglinie gehört zu den exklusivsten der Welt, mehrfach zertifiziert für den besten Service und die erstklassige Küche. Zur Flotte zählen acht Exemplare des weltweit größten Passagierflugzeugs, des Airbus A380. Einer davon flog von London direkt nach Teruel, unmittelbar gefolgt von vier Langstreckenjets vom Typ A330 aus Doha und einem A350 aus Los Angeles, ebenfalls im Kreis der größten Modelle ihrer Art.
Der Iran-Krieg zwingt den Luftfahrtsektor in die größte Krise seit der Corona-Pandemie. Dass ausgerechnet Qatar Airways sich jetzt einen abgelegenen Parkplatz für seine Glanzstücke sucht, ist allerdings kein Zufall. Heimische Airlines wie Qatar oder Emirates, ebenfalls eine der nobelsten weltweit, trifft es besonders hart. Ständige Raketen- und Drohnenangriffe schränken ihre Flugpläne massiv ein, der Tourismus in der Region kommt fast vollständig zum Erliegen. Zunehmend nimmt der Iran mit seinen Angriffen auch die arabischen Staaten am Persischen Golf ins Visier.
Mit Kriegsbeginn standen die Drehkreuze von Fluggesellschaften wie Emirates, Qatar Airways, Etihad und Gulf Air plötzlich still. Bis dahin sind hier jeden Tag tausende Touristen aus Europa zu Zielen in Asien, Australien und Afrika umgestiegen. Nach wie vor sind an Flughäfen von Doha und Bahrain fast alle Flüge gestrichen, lediglich in Dubai läuft der Verkehr wieder an. Europäische Airlines wie die Lufthansa können dem Ausfall der Konkurrenz einen Vorteil abgewinnen, da ihre Direktverbindungen nach Fernost plötzlich zum Kassenschlager werden.













