
Merz verteidigt Verhalten bei Treffen mit Trump
n-tv
Drei Minuten sprach Kanzler Merz während des öffentlichen Teils seines Besuchs im Weißen Haus. Den Rest der Zeit füllte US-Präsident Trump mit seinen Ausführungen. Dafür musste der Kanzler Kritik einstecken. Nun erklärt er sein Verhalten.
Drei Minuten sprach Kanzler Merz während des öffentlichen Teils seines Besuchs im Weißen Haus. Den Rest der Zeit füllte US-Präsident Trump mit seinen Ausführungen. Dafür musste der Kanzler Kritik einstecken. Nun erklärt er sein Verhalten.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sein Agieren beim Besuch des Weißen Hauses in Washington verteidigt. "Wenn da die Kameras laufen, dann werde ich nicht anfangen, mit dem amerikanischen Präsidenten zu streiten", sagte der CDU-Chef in Stockach beim Wahlkampfabschluss seiner Partei für die Landtagswahl in Baden-Württemberg.
Der ein oder andere habe ihm vorgeworfen, zu freundlich gewesen zu sein, sagte Merz. Der Kanzler hatte US-Präsident Donald Trump Anfang der Woche im Weißen Haus getroffen. Im Fokus standen unter anderem der Krieg im Iran und Handelsfragen.
Die Linkspartei übte heftige Kritik an Merz' Auftreten. Das sei eine "würde- aber vor allem ergebnislose Vorstellung" gewesen, erklärte die Linken-Außenpolitikerin Lea Reisner. Der Kanzler habe sich als "Statist Trumps vorführen lassen" und nach drei Minuten Redezeit nur 30 Minuten "zustimmendes Nicken" dargeboten.
Kritik hatte Merz aber auch aus Spanien bekommen. Das Schweigen des Kanzlers angesichts Trumps scharfer Kritik an Spaniens Widerstand gegen den Iran-Krieg verärgerte die Regierung in Madrid. Diplomatisch höflich formulierte Spaniens Außenminister José Manuel Albares, er habe Deutschland seine "Überraschung" über die mangelnde Solidarität des Bundeskanzlers übermittelt.













