
Merz distanziert sich doch noch von Trumps Iran-Plänen
n-tv
Bei seinem Besuch im Weißen Haus hielt sich Kanzler Merz zurück mit Kritik am Iran-Krieg von US-Präsident Trump. In einer Erklärung warnt er nun vor einem "endlosen Krieg" und "wachsende Risiken". Und er nennt ein mahnendes Beispiel.
Bei seinem Besuch im Weißen Haus hielt sich Kanzler Merz zurück mit Kritik am Iran-Krieg von US-Präsident Trump. In einer Erklärung warnt er nun vor einem "endlosen Krieg" und "wachsende Risiken". Und er nennt ein mahnendes Beispiel.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Tonlage zum Iran-Krieg verändert und vor einem "endlosen Krieg" und einem Zerfall des Irans gewarnt. "Mit zunehmender Dauer und Ausweitung der Kampfhandlungen sehen wir ... wachsende Risiken", schreibt Merz in einer Erklärung. Diese beträfen die Sicherheit Israels sowie der Partner in der Region, aber auch die Staatlichkeit und territoriale Integrität des Iran. "Ein endloser Krieg ist nicht in unserem Interesse", mahnte er.
Auslöser der neuen Sorgen ist unter anderem, dass US-Präsident Donald Trump nun auch irakische Kurden zum Eingreifen bewegen will und Israel großflächig die libanesische Hauptstadt Beirut angreift. Kanzler Merz warnte vor "auf iranischem Boden ausgetragenen Stellvertreterkonflikten". Er fügte hinzu: "Solche Szenarien könnten weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem für Sicherheit, Energieversorgung und Migration."
Merz hatte am Vormittag mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefoniert. Danach betonte er bei einem Auftritt auf der Internationalen Handwerksmesse in München, dass man hoffe, "gemeinsam ein bisschen Einfluss ausüben (zu) können, sowohl auf Israel als auch auf Amerika".
Deutschland arbeite deshalb mit Partnern an einer neuen regionalen Friedensordnung. Diese müsse die Sicherheit und Existenz aller Staaten gewährleisten, einschließlich Israels und der Golfstaaten. Der Iran müsse sein Raketen- und Atomprogramm sowie seine Unterstützung für militante Bewegungen in anderen Staaten beenden.













