
Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion
n-tv
Das bayerische Schienennetz ist in so schlechtem Zustand, dass die Bahn über Zugstreichungen nachdenkt. Verkehrsminister Bernreiter will das nach Möglichkeit verhindern.
Das bayerische Schienennetz ist in so schlechtem Zustand, dass die Bahn über Zugstreichungen nachdenkt. Verkehrsminister Bernreiter will das nach Möglichkeit verhindern.
München (dpa/lby) - Die Deutsche Bahn denkt wegen des maroden Schienennetzes über Zugstreichungen in Bayern nach. Das sprach der CSU-Verkehrsexperte Jürgen Baumgärtner im Landtag nach einer nicht öffentlichen Diskussion des Verkehrsausschusses mit Bahnchefin Evelyn Palla an.
"Sie werden uns auch als Partner an Ihrer Seite finden, wenn es wirklich dazu kommen sollte, dass wir möglicherweise Knotenpunkte entlasten müssen", sagte der Ausschussvorsitzende und oberfränkische Landtagsabgeordnete bei einer gemeinsamen Pressekonferenz an Palla gewandt. "Was möglicherweise auch dazu führt, dass wir den einen oder anderen Zug streichen müssen."
Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) will das jedoch nach Möglichkeit verhindern. "Ich habe keinen Plan, wie viele Züge wir streichen, darum geht's eigentlich nicht." Eine definitive Aussage der DB gab es bei der Pressekonferenz nicht, diese soll erst Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche kommen, wenn eine Task-Force der Bahn dem Bundesverkehrsministerium Bericht erstattet.
"Da wird es auch zu diesem Thema Trassenvergabe Aussagen geben", sagte Philipp Nagl, der Chef der für Schienen und Bahnhöfe zuständigen DB-Gesellschaft Infrago. Bei der Pressekonferenz ließ der Manager es bei Andeutungen bewenden: "Natürlich ist es so, dass die Regeln so gesetzt werden können, dass man die Trassenvergabe mehr oder weniger zugunsten der Qualität oder der Kapazität gestalten kann" - Kapazität bezieht sich auf die Zahl der auf einer Strecke eingesetzten Züge.













