
Bodycams in der Notaufnahme – Schutz oder Risiko?
n-tv
Bodycams haften längst an vielen Uniformen von Polizisten oder Ordnungskräften. Nun testet eine Klinik, ob die Kittel-Kamera die Notaufnahmen sicherer macht. Experten fürchten Nebenwirkungen.
Bodycams haften längst an vielen Uniformen von Polizisten oder Ordnungskräften. Nun testet eine Klinik, ob die Kittel-Kamera die Notaufnahmen sicherer macht. Experten fürchten Nebenwirkungen.
Dortmund (dpa/lnw) - Kleine Kamera, große Hoffnung – doch wie groß kann die Wirkung sein? Angesichts täglicher Beleidigungen und einer Zunahme gewalttätiger Übergriffe auf das Personal in Notaufnahmen tragen Mitarbeiter am Klinikum Dortmund nun Bodycams. Sie sollen hochkochende Konflikte mit Patienten und Wartenden möglichst im Keim ersticken, so die Idee.
Nach ersten Erfahrungen in dem dreimonatigen Pilotprojekt sieht die Klinik bereits positive Effekte. Fachleute befürchten jedoch, dass der Einsatz der kleinen Kameras in einem so sensiblen Bereich wie der Notaufnahme auch Nebenwirkungen haben könnte.
Seit rund einem Monat können Mitarbeiter in den vier Notaufnahmen des großen Klinikums die kleinen Kameras am Kittel tragen – und einschalten, wenn sich im Empfangsbereich Konflikte mit Wartenden oder Patienten erkennbar zuspitzen. Während medizinischer Behandlungen oder in vertraulichen Gesprächen bleiben sie aus.
Die Kamera dürfe zudem nur nach deutlicher Ankündigung aktiviert werden, betont die Klinik. Zusätzlich zu weiteren Sicherheitsmaßnahmen – wie einem Sicherheitsdienst oder Deeskalationstrainings – wolle man damit den Beschäftigten ein Mittel an die Hand geben, das im Idealfall deeskalierend wirke oder bei einem Konflikt zumindest Beweise sichern könne, sagt der Arbeitsdirektor des Klinikums Michael Kötzing.













