Münchner Feuerwehr baut provisorische Rampe im Eisbach ab
ZDF
Im Streit um die Münchner Eisbachwelle hat die Feuerwehr am Sonntag die provisorischen Vorrichtungen im Bach abgebaut - unter Protest der Surfer.
Der Streit um die Eisbachwelle in München geht weiter: Die Feuerwehr hat die provisorischen Vorrichtungen zur Wiederherstellung der Welle abgebaut - unter Protest der Surfer. Einsatz an der Münchner Eisbachwelle: Die Feuerwehr hat eine illegal eingesetzte Rampe entfernt, die zu Weihnachten dafür gesorgt hatte, dass die seit Oktober verschwundene Welle im Eisbach im Englischen Garten zeitweise wieder da war. Mit einem Kran wurden alle eingebauten Vorrichtungen entfernt. Surfer zeigten sich entsetzt von der Aktion, sprachen von einer "Kampfansage der Stadt an uns Surfer". Das städtische Referat für Klima- und Umweltschutz betonte, es gehe allein um die Sicherheit: Die "wellenbildenden Einbauten" seien "illegal gewesen und potenziell gefährlich, wenn nicht lebensgefährlich". Das Referat erinnerte auch an den Tod einer Surferin im Frühjahr: "Nach dem tragischen tödlichen Surfunfall vom April dieses Jahres kann und darf die Stadt nicht genehmigte Einbauten an der Eisbachwelle nicht dulden." Münchens Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) nahm die Entscheidung des Referats "zur Kenntnis". Die aktuelle Situation sei "nicht zufriedenstellend - weder für die Stadt noch für die Surferinnen und Surfer der Eisbachwelle, sagte sie und bezog sich damit auf einen Konflikt zwischen den Surfern und der Stadtverwaltung um den Wiederaufbau der Welle. Der Konflikt zwischen den Surfern und der Stadt München hatte sich ausgerechnet an Weihnachten zugespitzt. Die Eisbach-Surfer hatten den offiziellen Versuch zur Rettung der Welle aus Frust über die Auflagen der Stadt abgebrochen. "Die Verwaltung will das Surfen am Eisbach nicht regulieren, sondern verhindern", hieß es in einer Mitteilung des Vereins Surf Club München. Darin wird eine behördliche Auflagenpraxis kritisiert, "die faktisch auf Verhinderung angelegt ist".













