
Münchens OB Reiter tritt von Ämtern beim FC Bayern zurück
Süddeutsche Zeitung
Das nicht genehmigte Engagement beim Fußball-Rekordmeister hatte sein Ergebnis in der ersten Runde der Oberbürgermeister-Wahl belastet. Was mit seiner bisherigen Vergütung geschehen soll.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) legt seine Posten im Aufsichtsrat und im Verwaltungsbeirat des FC Bayern mit sofortiger Wirkung nieder. Die Einkünfte, die er aus den Funktionen bisher erhalten hatte, will er spenden. Das hat Reiter am Mittwochvormittag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben.
„Das Vertrauen der Münchnerinnen und Münchner steht für mich über allem“, erklärte Reiter. Die Entscheidung, die Ämter niederzulegen, sei ihm „als Bayern-Fan seit Kindheit definitiv nicht leicht gefallen“.
Nach Wochen der öffentlichen Kritik und mehreren öffentlichen Entschuldigungen versucht Reiter damit, einen Schlussstrich unter die FC-Bayern-Debatte zu ziehen. Sie hatte ihm bei der Kommunalwahl am Sonntag ein überraschend niedriges Ergebnis von 35,6 Prozent eingebracht. Am 22. März muss er sich nun einer Stichwahl gegen seinen derzeitigen Stellvertreter, den Zweiten Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) stellen, der am Sonntag auf 29,5 Prozent gekommen war.
Die Einkünfte, die Reiter seit Ende 2021 für seine Mitgliedschaft im Verwaltungsbeirat erhalten hatte, beziffert der OB auf 90 000 Euro, die er versteuert habe. Nun aber werde er „den gesamten Betrag“ an die sozialen Projekte „Mini München“ und „Bunt kickt gut“ spenden.
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