
Kirchen verlieren auch in Sachsen weiter Mitglieder
n-tv
Der Mitgliederschwund bei den Kirchen hält an. Sachsen macht da keine Ausnahme.
Der Mitgliederschwund bei den Kirchen hält an. Sachsen macht da keine Ausnahme.
Dresden (dpa/sn) - Die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt auch in Sachsen weiter. Die evangelische Kirche verlor im vergangenen Jahr rund 17.700 Mitglieder und kam zum Jahresende auf knapp 558.000 Christen. Im Bistum Dresden-Meißen ging die Anzahl der Katholiken um gut 3.500 auf 124.700 zurück.
Der evangelische Landesbischof Tobias Bilz fasste die Entwicklung zusammen: "Wir sind eine Kirche für andere – und das werden wir bleiben, auch wenn wir kleiner werden."
Kathrin Schaefer, Finanzdezernentin im Landeskirchenamt, erklärte: "Während die Mitgliederverluste durch verstorbene Mitglieder der demografischen Lage in Sachsen entsprechen, macht uns die hohe Zahl an Menschen, die aus der Kirche austreten, große Sorgen." Durch Austritte verlor die Landeskirche insgesamt 10.014 Mitglieder und damit ähnlich viele wie in den Jahren zuvor.
Die katholische Kirche konnte zumindest einen steigenden Anteil von Christen feststellen, die zum Gottesdienst gehen. Er stieg auf 12,5 Prozent (2024: 11,7 Prozent). Die Zahl der Kirchenaustritte betrug 2.406 (2024: 2.588).













