
Kimmich will mal eine störungsfreie WM erleben
Süddeutsche Zeitung
Nach den Enttäuschungen bei den WM-Turnieren in Russland und Katar sehnt sich Joshua Kimmich nach dem besten Zusammenhalt im Team. Begleitet von der Gefahr, dass sich ein Loch aus der Vergangenheit auftut.
Wenn man Joshua Kimmich richtig versteht, war es ein sehr spezielles Loch, vor dem er sich einst fürchtete, hineinzufallen. Damals, am 1. Dezember 2022, als in Deutschland die Weihnachtsmärkte brummten und in Katar eine Fußball-WM ausgetragen wurde. Einerseits war es so real, wie ein Loch nur sein kann. Tief und dunkel. Zugleich aber war es sehr vergänglich. Es gab dieses Loch nur in jenem Moment an diesem Ort: Nach einem 4:2 gegen Costa Rica in der Interviewzone des Al-Bayt-Stadions in Al-Chaur. Als feststand, dass Kimmich wie vier Jahre zuvor in Russland auch von der WM in Katar mit Beendigung der Vorrunde nach Hause fliegen würde. Und er sich sorgte, „persönlich mit dem Misserfolg in Verbindung gebracht“ zu werden.













